Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wer joggt, lebt länger

Donnerstag, 7. November 2019 – Autor:
Wer joggt, lebt länger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf das Tempo und die zurückgelegte Strecke kommt es dabei nicht unbedingt an.
joggen, laufen, park, herbst, bewegung, ausdauersport

Joggen auch bereits in geringen Dosen verlängert das Leben

Jegliche Art von Joggen ist mit einem wesentlich geringeren Sterberisiko verbunden. Das ergab eine aktuelle Studie, die im Fachmagazin British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde. Auf das Tempo und die zurückgelegte Strecke kommt es dabei nicht unbedingt an.

Für die Meta-Analyse werteten die Forscher bereits vorliegende Studien und Veröffentlichungen aus. Sie suchten dabei nach Zusammenhängen zwischen Laufen/Joggen und dem generellen Sterberisiko sowie dem Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und durch Krebs.

Wer joggt, lebt länger

Sie fanden 14 geeignete Studien, an denen 232.149 Personen teilnahmen, deren Gesundheitszustand mindestens 5,5 Jahre und höchstens 35 Jahre verfolgt wurde. In dieser Zeit starben 25.951 der Studienteilnehmer.

Wenn die Studiendaten gepoolt wurden, war jede Art von Joggen mit einem um 27 Prozent geringeren Sterberisiko verbunden. Das galt für beide Geschlechter. Es war mit einem um 30 Prozent geringeren Risiko für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem 23 Prozent geringeren Risiko für den Tod durch Krebs verbunden. Wer joggt, lebt länger.

 

Selbst weniger als 50 Minuten haben einen Effekt

Selbst kleine Lauf-Dosen, zum Beispiel einmal pro Woche oder weniger, mit einer Dauer von weniger als 50 Minuten und einer Geschwindigkeit von weniger als 8 km/h, schienen immer noch mit erheblichen Vorteilen für die Gesundheit und die Langlebigkeit verbunden zu sein.

Wenn mehr Menschen mit dem Laufen anfangen würden - sie müssten dabei auch nicht weit oder schnell rennen -, würden sich wahrscheinlich die Gesundheit und Langlebigkeit der Bevölkerung erheblich verbessern, folgern die Forscher.

Zeitmangel Hindernis für genug Bewegung?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche. In der aktuellen Studie wurde festgestellt, dass das Laufen auch über eine kürzere Zeitspanne einen gesundheitlichen Effekt hat.

Dies macht es zu einer Option für diejenigen, deren Haupthindernis für genug Bewegung der Zeitmangel ist, so die Forscher um  Dr. Željko Pedišić von der Victoria University in Australien. Fazit: Jegliches Laufen, auch nur einmal in der Woche, ist besser als kein Laufen, aber höhere Laufdosen sind möglicherweise nicht unbedingt mit höheren Sterblichkeitsvorteilen verbunden.

Foto: blicsejo/adobe.com

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sportmedizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Joggen

08.07.2016

Ob Joggen den Knien schadet und Freizeitläufer deshalb eher eine Kniearthrose riskieren, ist nach wie vor umstritten. Eine neue Studie zeigt, dass Läufer im Vergleich zu Nichtläufern kein erhöhtes Arthroserisiko aufweisen. Das meldet der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU).

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Die Zahl der Apotheken vor Ort geht zurück, der Marktanteil der Online-Apotheken steigt. Doch welche Versandapotheken sind vertrauenswürdig? Für wen ist der Einkauf im Internet sinnvoll? Und kann man gefälschte Arzneimittel erkennen?
 
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin