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22.12.2020

Wer in den Wechseljahren häufiger an Herzrasen leidet

Herzrasen oder Herzklopfen sind ein Symptom der Wechseljahre. US-Forscher haben untersucht, welche Frauen häufiger darunter leiden.
Herzrasen, Herzklopfen

Einige Frauen haben ein höheres Risiko, in der Menopause an Herzrasen zu leiden

Herzrasen oder Herzklopfen sind ein Symptom der Wechseljahre. Bislang ist es kaum erforscht. Ein Wissenschaftler-Team um Janet Carpenter von der Indiana University untersuchte, welche Frauen häufiger darunter leiden. Dafür wurden die Daten von 759 peri- und postmenopausalen Frauen im Alter von 42 bis 62 Jahren ausgewertet, die an drei klinischen Studien zur Gesundheit in der Menopause teilnahmen.

Alle Teilnehmerinnen hatten Beschwerden. Die Probandinnen konnten den Grad der alltäglichen Beeinträchtigung durch Herzrasen oder Herzklopfen in den letzten zwei Wochen als "überhaupt nicht", "ein wenig", "mäßig", "ziemlich" oder "extrem" angeben. Außerdem wurden der Body Mass Index gemessen sowie Symptomtagebücher und andere Indizes ausgewertet.

Wer in den Wechseljahren häufiger an Herzrasen leidet

Der Prozentsatz der Frauen, der über Herzklopfen oder Herzrasen klagte, betrug in den drei Studien im Durchschnitt 25 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit war geringer bei früheren und aktuellen Raucherinnen. Er war auch niedriger bei höherem BMI.

Wer in den Wechseljahren häufiger an Herzrasen leidet: Das Risiko war erhöht bei Schlaflosigkeit, depressiven Symptomen, Stress-Empfinden und einer schlechteren menopausalen Lebensqualität. Die Ergebnisse wurden im Journal of Women's Health veröffentlicht.

 

Bei Schwindel und Atemnot zum Arzt

Unklar sei, ob das Herzklopfen Veränderungen widerspiegelt, die auf einem Elektrokardiogramm zu sehen sind, oder ob es sich nur um vorübergehende Empfindungen handelt, so Carpenter. Kommen Symptome wie Schwindel und Atemnot dazu, könnte es sich um Arrhythmien handeln. Dann besser einen Arzt aufsuchen.

Frauen können in den Wechseljahren unter einer Reihe von Symptomen leiden, darunter Schlafstörungen, Stimmungsprobleme und Gelenkschmerzen. Hitzewallungen und Nachtschweiß treten aufgrund von Veränderungen im zentralen und peripheren Nervensystem auf. Das könnte auch die Ursache für Herzklopfen sein. Angstsymptome sind in den Wechseljahren ziemlich häufig und könnten diesen Empfindung verstärken.

Gegen Wechsejahresbeschwerden hilft unter anderen eine Hormonersatztherapie. Die ist aber mit möglichen Gesundheitsrisiken verbunden, daher sollten Frauen das eingehend mit ihrem Arzt besprechen.

Foto: Adobe Stock/benjamas

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