Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wenn hohe Ozonwerte die Atemwege reizen

Wenn es lange heiß ist, steigen die Ozonwerte. Manche Menschen reagieren darauf empfindlich. Dann ist es wichtig, zu wissen, wie man sich bei hohen Ozonwerten verhält.
Hohe Ozonwerte reizen die Atemwege

Bei Hitzeperioden im Sommer gibt es oft hohe Ozonwerte.

Gerade im Sommer, wenn es längere Zeit heiß und trocken ist, steigt die Ozonkonzentration in der Luft. Ab einem Wert von 180 Mikrogramm geben die Behörden Verhaltensempfehlungen. Steigt der Ozongehalt auf über 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, gibt es Ozonalarm. Diese Spitzenwerte werden inzwischen zwar seltener als früher erreicht. Doch im Durchschnitt sind die Ozonwerte im Sommer ähnlich hoch wie nach der Jahrtausendwende. Wer darauf empfindlich reagiert, sollte deshalb darauf vorbereitet sein.

„Das schädliche Gas kann bei empfindlichen Menschen die Augen reizen, Hustenanfälle auslösen oder Kopfschmerzen verursachen“, sagt Dr. Ursula Marschall. Die leitende Medizinerin bei der Barmer empfiehlt vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken bei hohen Ozonwerten, körperliche Anstrengungen zu reduzieren. Auch Kinder sollten vorsichtig sein.

Unterschiedliche Reaktionen auf hohe Ozonwerte

Wie empfindlich Menschen auf Ozon reagieren, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich. Als besonders sensibel gelten etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung gelten. Bei diesen Menschen können schon leicht erhöhte Ozonwerte Beschwerden auslösen.

„Betroffen sind vor allem Personen mit bereits bestehenden Lungen- und Herzkreislauferkrankungen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen raten sowohl Mediziner als auch die Bundes- und Landesumweltbehörden, ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, körperliche Belastungen im Freien zu vermeiden“, so Marschall. Diese Menschen sollten Sport oder anstrengende Arbeiten im Freien nur frühmorgens machen, denn dann ist die Ozonbelastung noch etwas niedriger. Asthmapatienten sind besonders gefährdet. Denn das Treibhausgas reizt in erster Line die Atemwege. Bei Ozonalarm steigt das Risiko für Asthmaanfälle. Doch diese extrem hohen Werte können auch gesunden Menschen schon zusetzen. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kann dann eingeschränkt sein.

Wer empfindlich auf Ozon reagiert oder an einer chronischen Atemwegserkrankung leidet, sollte deshalb im Sommer die Ozonbelastung im Auge behalten. Verlässliche Angaben über die aktuellen Ozonwerte veröffentlicht das Umweltbundesamt.

Foto: John Smith – fotolia.com

 
Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Allergie , Asthma , Lungenerkrankungen
 

Weitere Nachrichten zum Thema hohe Ozonwerte

02.02.2019

Deutschlandweit wird über die Bedeutung von Luftschadstoffen und den Sinn von Grenzwerten debattiert. Nun hat das Umweltbundesamt neue Zahlen zur Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub vorgelegt. Sie zeigen, in welchen Städten im Jahr 2018 die Luft am schlechtesten war.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Eine Zecke auf der Haut ist erst mal kein Grund zur Panik. Aber es ist wichtig, sie nach einer Entdeckung schnell und vor allem mit dem richtigen Instrument und der richtigen Technik zu entfernen. Je früher es geschieht, desto geringer ist die Gefahr, sich mit Borreliose zu infizieren. Beim Entfernen muss man aber ein paar Punkte beachten.


Sie wiegen so viel wie unser Gehirn und viel mehr als unser Herz – und sind genauso lebenswichtig: die Darmbakterien. Sie verdauen unser Essen, entsorgen Giftstoffe und schützen uns als Teil des Immunsystems vor Krankheitserregern. Mit seiner Ernährung hat es der Mensch selbst in der Hand, ob er dieses unsichtbare „Organ“ schwächt – oder stärkt.
 
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin