Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wenn der Sommer kommt: Auch Medikamente brauchen Hitzeschutz

Freitag, 10. Juli 2020 – Autor: anvo
Die meisten Medikamente vertragen Temperaturen bis zu 25 Grad Celsius. Wenn es wärmer wird, sollten sie lieber gekühlt werden. Es gibt aber auch Arzneimittel, die stets im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten.
Medikamente, Arzneimittel, Hitzeschutz

Medikamente in der Sonne lagern? Das ist keine gute Idee. – Foto: ©PHILETDOM - stock.adobe.com

Dass Nahrungsmittel „schlecht“ werden können, wenn sie zu lange bei größerer Wärme gelagert werden, ist den meisten Menschen klar. Dass das auch mit Medikamenten passieren kann, wissen viele jedoch nicht. Doch wenn die Temperaturen im Sommer steigen, brauchen auch Medikamente Schutz, wie die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. nun betont. Denn einige Arzneimittel können ihre Wirksamkeit verlieren oder verändern.

Medikamente nie in der Sonne lagern

„Die meisten Arzneimittel kann man auch an einem heißen Sommertag ohne Bedenken von der Apotheke nach Hause tragen. Aber man darf sie nicht auf Dauer zu warm aufbewahren“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. Deshalb sollte man seine Medikamente zuhause nicht auf dem sonnigen Fensterbrett lagern, sondern lieber in einem Schrank.

 

Einige Medikamente gehören in den Kühlschrank

Zwischen 15 und 25 Grad Celsius liegt die optimale Temperatur für die meisten Medikamente. Einigen Arzneimitteln ist jedoch auch das zu warm. Sie gehören in den Kühlschrank, zum Beispiel Insuline. Dies ist dann aber auf der Verpackung vermerkt.

Darüber hinaus gibt es auch noch besonders empfindliche, sogenannte kühlkettenpflichtige Arzneimittel. Sie müssen sogar während des Transports von der Apotheke zum Patienten kontinuierlich gekühlt werden – entweder mit Kühlpads oder am besten in einer Isoliertasche.

Vorsicht vor „Unterkühlung“

Wenn Hitze Medikamente beschädigt, ist das nicht unbedingt äußerlich sichtbar. Dennoch kann die Wirksamkeit oder die Dosiergenauigkeit eingeschränkt werden. Wer Medikamente in einer Kühltasche oder mit Kühlelementen vor Überhitzung schützen will, sollte dabei übrigens aufpassen. Denn zu kalt sollten die Medikamente auch nicht werden. Damit sie nicht einfrieren, sollten sie, bevor sie in eine Kühlbox kommen, mit einem Handtuch umwickelt werden oder genügend Abstand zu den Kühlelementen haben.

Foto: © Adobe Stock/PHILETDOM

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Arzneimittel , Hitze
 

Weitere Nachrichten zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit

20.07.2012

Zu Risiken und Nebenwirkungen... Das Wissenschaftliche Institut der AOK deckte auf, dass besonders ältere Patienten die Risiken bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel unterschätzen.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Die Zahl der Apotheken vor Ort geht zurück, der Marktanteil der Online-Apotheken steigt. Doch welche Versandapotheken sind vertrauenswürdig? Für wen ist der Einkauf im Internet sinnvoll? Und kann man gefälschte Arzneimittel erkennen?


 
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin