. Allensbach-Studie zu Hilfsmitteln

Weniger Schmerzen dank Bandagen und Co.

Nutzer von Hilfsmitteln wie Kompressionsstrümpfen, Einlagen sowie Bandagen und Orthesen brauchen weniger Schmerzmittel. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von eurocom durchgeführt hat.

Hilfsmittel helfen, den Schmerz zu lindern.

Befragt wurden mehr als 1.200 Frauen und Männer, wie sie die orthopädischen Hilfsmittel nutzen und wie die Produkte wirken. Hintergrund der Umfrage ist, dass fast jeder zehnte Krankschreibungstag in Deutschland auf ein Rückenleiden zurück geht. Auch andere Volkskrankheiten wie zum Beispiel Venenleiden trügen entscheidend dazu bei, dass die Gesundheitskosten in Deutschland die Marke von 300 Milliarden Euro pro Jahr durchbrochen haben, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Studie von Allensbach zeige, dass Kompressionsstrümpfe, Einlagen sowie Bandagen und Orthesen eine Alternative zu teuren und oft unnötigen Operationen darstellten. „Ziel unserer Umfrage war es, Vermutungen durch Fakten zu ersetzen“, sagt Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer von eurocom. Die Ergebnisse hätten die Erwartungen noch übertroffen: „Hilfsmittel bestehen nicht nur in wissenschaftlichen Untersuchungen, sondern auch den Praxistest der Anwender.“

Patienten bestätigen in der Umfrage den Nutzen von Hilfsmitteln

Gefragt, wie sehr ihr Hilfsmittel nutzt, antworten 89 Prozent der Träger von Einlagen „sehr viel“ oder „viel“. Bei Bandagen/Orthesen sowie Kompressionsstrümpfen trifft dies auf 87 beziehungsweise 85 Prozent der Befragten zu. Jene Patienten, die ihr Hilfsmittel als nützlich bewerten, wurden nach den konkreten Effekten befragt. Träger von Einlagen nennen an erster Stelle, dass sie weniger Schmerzen empfinden (78 Prozent). Auch die Nutzer von Kompressionsstrümpfen erwähnen besonders häufig, dass ihre Beschwerden abgenommen haben (70 Prozent). Wer eine Bandage oder Orthese trägt, bestätigt vor allem die angestrebte Stabilisierung der Gelenke (66 Prozent).

Hilfsmittel könnten helfen, die Zahl der Operationen zu verringern

Dass Hilfsmittel Schmerzen lindern, wirkt sich direkt auf den Bedarf an Medikamenten aus. Beispiel Bandagen/Orthesen: 60 Prozent ihrer Träger musste früher regelmäßig Präparate gegen die Schmerzen einnehmen, so die Umfrageergebnisse. Zwei Drittel dieser Personengruppe gibt laut Pressemitteilung an, dank ihrer Hilfsmittel ganz oder teilweise darauf verzichten zu können. Darüber hinaus berichten die Patienten, dass ihre Hilfsmittel die Zahl notwendiger Operationen senken.

Foto: klick61 - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Prävention und Reha

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