. Nahrungsergänzungsmittel

Weniger Erkältungstage

Ein Nahrungsergänzungsmittel aus Frucht- und Gemüsesaftkonzentraten kann die Zahl der Tage mit schweren Erkältungssymptomen signifikant reduzieren. Dies haben Forscher der Charité in einer Studie herausgefunden. Die Forscher sehen den potenziellen Nutzen des Präparats in einer verminderten Anzahl von Krankheitstagen und geringeren Ausgaben für Erkältungsmedikamente.
Konzentrat aus Obst und Gemüse (Foto: DAK)

Konzentrat aus Obst und Gemüse (Foto: DAK)

Die jetzt im "British Journal of Nutrition" veröffentlichte Studie wurde vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité in einem Zeitraum von acht Monaten durchgeführt. In der randomisierten Doppelblindstudie nahm die Hälfte der Probanden täglich das Präparat Juice Plus+® des US-amerikanischen Anbieters NSA ein, während die andere Hälfte ein Placebo erhielt. Bereits nach zwei Monaten zeigte sich, dass die Zahl der Erkältungen in beiden Gruppen gleich häufig war. Jedoch verlief die Erkältung in der Gruppe, die das Präparat erhalten hatte, deutlich milder. Im Ergebnis konnte eine Abnahme mittlerer und schwerer Erkältungssymptome um 20 Prozent festgestellt werden.

Weniger Erkältungstage durch Nahrungsmittelergänzung

"Das Ergebnis der Studie ist auf jeden Fall ermutigend, denn es zeigt, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel die Belastungen und Folgen von Erkältungskrankheiten abmildern können", sagt Prof. Stefan Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité und Leiter der Studie. Ob das Präparat bei längerer Verwendung geeignet ist, die Schwere der Symptome und die Häufigkeit von Erkältungen weiter zu vermindern, müsse weiter erforscht werden. Auch sei die spezifische Wirkungsweise des Präparats bislang unklar.

Um die Neutralität der Studie zu gewährleisten wurden dem Hersteller des Präparats keine Studiendaten übermittelt und er war auch nicht an der Interpretation der Studienergebnisse beteiligt, betonte ein Sprecher der Charité.  

Weitere Nachrichten zum Thema Krankheitstage

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.