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Weniger Apotheken aber besseres Ergebnis

Montag, 2. Februar 2015 – Autor: Cornelia Wanke
Gibt es ein Apothekensterben in Deutschland? Laut jüngsten Berichten von Apotheke adhoc ist die Zahl der Apotheken auf einen „historischen Tiefstand“ gesunken.

Zu wenige oder immer noch genug Apotheken? Darüber streiten sich die Geister! – Foto: holgerluck - Fotolia

In fünf Jahren sei die Zahl der Apotheken in Deutschland um mehr als 1100 zurückgegangen, schreibt der Branchendienst. Laut eigenen Untersuchungen hätte es Ende 2014 ganze 208 Apotheken weniger als ein Jahr zuvor gegeben. „Deutschlandweit ist die Zahl der Apotheken damit seit 2010 um 5,6 Prozent gesunken. Aktuell gibt es 20.436 Apotheken“, so das Ergebnis. Die Zahl der Apotheken sei seit dem Höchststand mit 21.602 Apotheken im Jahr 2008 rückläufig. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre seien 1112 Betriebsstätten weniger zu verzeichnen gewesen. „Die größten Verluste gab es in Westfalen-Lippe. Dort sank die Gesamtzahl um 190 Apotheken, das entspricht 8,5 Prozent der Apotheken. Prozentual schlimmer traf es lediglich Bremen: Dort sank die Zahl der Apotheken von 171 auf 151 – also um 11,7 Prozent“, schreibt der Branchendienst.

Apotheken: meiste Schließungen gab es in Hamburg, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe

Den stärksten Rückgang habe es 2014 mit jeweils rund 1,8 Prozent in Hamburg, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe gegeben. Die Zahl der Apotheken in Westfalen-Lippe sank auf 2040 und damit nach Angaben der Apothekerkammer auf den niedrigsten Stand seit 1981. Das größte Minus in absoluten Zahlen hatte demnach 2014 Bayern zu verzeichnen: Die Zahl der Apotheken sank um 38 auf 3266 Betriebsstätten. Das entspreche einem überdurchschnittlichen Rückgang von knapp 1,2 Prozent. Auch Rheinland-Pfalz (1,4 Prozent) und Nordrhein (1,5 Prozent) waren stärker als der Bundesdurchschnitt von Schließungen betroffen.

 

Berlin und Brandenburg haben sogar ein leichtes Plus zu verzeichnen

Kaum Änderungen hat es laut der Analyse 2014 in den neuen Bundesländern gegeben: So sank in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen die Apothekenzahl um 0,5 Prozent auf 408, 991 beziehungsweise 561 Betriebsstätten. Sachsen-Anhalt konnte mit sechs Eröffnungen und sechs Schließungen den Stand von 2013 halten – 610 Apotheken.

In Berlin und Brandenburg war sogar ein leichtes Plus zu verzeichnen: In Berlin wurden 15 Apotheken neu eröffnet und 14 geschlossen, bei einer Gesamtzahl von 859 Apotheken. In Brandenburg standen zwei Schließungen fünf Neueröffnungen gegenüber, das entspricht bei 579 Apotheken einem Anstieg von 0,5 Prozent. Die Schließungen haben aber auch einen nennenswerten positiven Effekt: So stieg das durchschnittliche Betriebsergebnis der Apotheken von rund 105.000 Euro im Jahr 2012 auf nun etwa 124.000 Euro an. Auch bezogen auf den Umsatz lag das Betriebsergebnis 2013 mit 6,6 Prozent deutlich höher als in den Vorjahren. 

Foto: Fotolia - holgerluck

Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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