. Schönheitschirurgie

Weltweit über 23 Millionen kosmetische Behandlungen 2013

Über 23 Millionen chirurgische und nichtchirurgische Behandlungen wurden 2013 weltweit vorgenommen; dies geht aus einer Statistik hervor, die kürzlich von der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) veröffentlicht wurde

Darf's ein bisschen Botox sein? Der Markt der Schönheitseingriffe wächst.

Dem internationalen Verband für plastische Schönheitschirurgie gehören mehr als 2.700 zugelassene Schönheitschirurgen in 95 Ländern an. Erstmals übertrifft Brasilien die Vereinigten Staaten in der Anzahl durchgeführter chirurgischer Eingriffe, und das Botulinum-Toxin nimmt den ersten Rang unter allen vorgenommenen kosmetischen Behandlungen ein.

Schönheitschirurgie ist vor allem in den USA und Brasilien sehr beliebt

Die ISAPS bereitet derzeit ihren 22. Zweijahreskongress in Rio de Janeiro, Brasilien im September vor, und diese neuen Daten werden die Debatte unter den Chirurgen beleben, die aus 75 Ländern zusammenkommen, um sich zu den neuesten Techniken und Informationen auf diesem wachsenden Gebiet auszutauschen.

Die Länder mit den meisten chirurgischen und nichtchirurgischen kosmetischen Behandlungen für 2013 sind: die vereinigten Staaten mit fast 4 Millionen Eingriffen pro Jahr und einer Steigerungsrate von 17 Prozent. Danach folgen Brasilien mit über 2 Mio. Eingriffen (Steigerungsrate: 9 Prozent), Mexiko und Deutschland mit immerhin über 600.000 Eingriffen pro Jahr. Hierzulande ist die Steigerungsrate allerdings mit 2,8 Prozent moderat.

Zu fast 90 Prozent sind es Frauen, die sich operieren lassen

Die häufigsten chirurgischen kosmetischen Eingriffe 2013 waren:

Brustvergrößerung (1.773.584)

Fettabsaugung (1.614.031)

Blepharoplastie (Augenlidkorrektur) (1.379.263)

Eigenfettgewebetransplantation einschließlich Fettunterspritzung und stammzellenverstärkter Fettunterspritzung (1.053.890)

Nasenkorrektur (954.423)

Dabei unterzogen sich über 20 Millionen Frauen kosmetischen Behandlungen; dies sind 87,2 % aller Behandlungen. Bei Männern wurden über 3 Millionen kosmetischen Behandlungen durchgeführt – am häufigsten Nasenkorrekturen Die neuesten Statistiken der ISAPS deuteten darauf hin, dass kosmetische Chirurgie weltweit im Anstieg begriffen ist, so der Verband.

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Medizin

Weitere Nachrichten zum Thema Schönheitsoperationen

| In fünf Jahren ist die Zahl der Patienten, die in deutschen Krankenhäusern stationär behandelt wurden, um 8,4 Prozent 18,6 Millionen gestiegen. Kritiker vermuten, dass etliche Behandlungen medizinisch unnötig wären und nur erbracht werden, damit die klammen Kliniken Geld verdienen. Ein Gutachten nimmt jetzt die Mengenentwicklung in den deutschen Krankenhäusern unter die Lupe.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Um die psychologische Versorgung von Krebspatienten in Deutschland zu verbessern, wurde kürzlich das Projekt isPo (Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie) gestartet. Damit soll ein Konzept für eine flächendeckende psychoonkologische Versorgung entwickelt werden.
Händehygiene ist die einfachste und effektivste Maßnahme um die Übertragung von Keimen und Krankenhaus-Infektionen zu verhindern. Das meldet die Medizinische Universität Wien. Am 15. Oktober war Tag des Händewaschens.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Raum 12.109/110 im Erdgeschoss, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.