. Weltgesundheitstag am 7. April

Weltgesundheitstag nimmt Lebensmittelsicherheit in den Blick

Laut WHO sterben jedes Jahr zwei Millionen Menschen durch verunreinigte Lebensmittel. Zum Weltgesundheitstag 2015 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation deshalb fünf Schlüssel zu mehr Lebensmittelsicherheit.
Weltgesundheitstag nimmt Lebensmittelsicherheit in den Blick

Krank durch verdorbene Lebensmittel: Am Weltgesundheitstag 2015 macht die WHO auf zwei Million Todesfälle aufmerksam

Die WHO schätzt, dass weltweit jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen an Infektionen sterben, die durch verdorbene Lebensmittel und unreines Trinkwasser verursacht werden. Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass dies nicht nur die Armen der Ärmsten trifft. Das Institut registriert jedes Jahr rund 100.000 lebensmittelbedingte Erkrankungen, darunter fast 70.000 Campylobacter-Fälle im Jahr 2014.

"Campylobacter ist ein robuster Erreger, der hauptsächlich bei Geflügel, aber auch auf Rind- oder Schweinefleisch und in Rohmilch vorkommt. Wer diese Lebensmittel gut durchgart, kann viele Infektionen vermeiden", erläutert Nicole Battenfeld, Ernährungswissenschaftlerin von der Techniker Krankenkasse (TK).

Fünf Schlüssel zu mehr Lebensmittelsicherheit

Fleisch gut durchgaren und Lebensmittel gründlich erhitzen, das rät auch die WHO anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages, in dessen Mittelpunkt die Sicherheit von Lebensmitteln steht. Daneben empfiehlt die WHO Sauberkeit in der Küche, rohe und gekochte Lebensmittel zu trennen, Lebensmittel kühl zu lagern und nur sicheres Wasser zu verwenden.

"Beim Auftauen von gefrorenem Geflügel sollte man besonders streng auf die Küchenhygiene achten, da das Auftauwasser Campylobacter oder Salmonellen enthalten kann", rät Ernährungsexpertin Battenfeld. „ Ob Schnittbrett, Unterlage oder Messer - alles, was mit rohem Fleisch oder Abtauwasser in Berührung kommt, muss unbedingt direkt danach mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden.“ Auch Rohkost, also Obst, Gemüse oder Salate, sollte man immer gründlich waschen. „So vermeidet man am besten eine sogenannte Kreuzkontamination.“

Risiken lauern überall in der Nahrungskette

Küchenhygiene ist ein wichtiger Baustein für Lebensmittelsicherheit und das Vermeiden von Infektionskrankheiten wie etwa eine Salmonellen-Vergiftung. Gefeit vor einer Lebensmittelinfektion ist aber niemand. Überall entlang der Nahrungskette können Risiken entstehen. Das zeigen Lebensmittelskandale wie der EHEC-Ausbruch 2011 oder die BSE-Krise in den 90er Jahren

Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die WHO jährlich am 7. April an ihre Gründung im Jahr 1948. Dazu stellt sie in jedem Jahr ein neues Thema von globaler Relevanz in den Fokus. 2015 ist es die Lebensmittelsicherheit.

Foto: © Minerva Studio - Fotolia.com

Autor: gsb
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten

Weitere Nachrichten zum Thema Lebensmittelkeime

| Fondue und Raclette sind besonders an Weihnachten und Silvester beliebt. Im dabei servierten rohen Fleisch können Campylobacter-Keime vorhanden sein, die auf andere Nahrungsmittel wie Gemüse oder Soßen übertragen werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt Tipps, wie sich Verbraucher vor einer Infektion schützen.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
Das Blasenkarzinom ist die zweithäufigste urologische Krebserkrankung. Jährlich erkranken in Deutschland rund 29.000 Menschen neu daran. Blut im Urin kann ein erstes Zeichen für einen Blasentumor sein. Darauf macht die Urologische Themenwoche, die am 25. Juni startet, aufmerksam.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Reinickendorfer Straße 61, 13347 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Interviews
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.