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Welt-Glaukom-Woche: Vorsorge stärken

Das Glaukom ist weltweit die zweithäufigste Ursache für Erblindungen. Augenärzte werben daher anlässlich der Welt-Glaukom-Woche, die in diesem Jahr vom 8. bis 14. März stattfindet, für eine Stärkung der Vorsorgeuntersuchungen.
Welt-Glakom-Woche

Augenärzte plädieren für die Glaukom-Vorsorge.

Je früher ein Glaukom, häufig auch als „Grüner Star“ bezeichnet, erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Augenärzte plädieren daher für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. In vielen Ländern gehört die Glaukom-Vorsorge zu den Leistungen der Krankenkassen, in Deutschland nicht. Auch wird hierzulande immer wieder um den Sinn der Glaukom-Vorsorge im Rahmen der sogenannten IGeL-Leistungen diskutiert.

Es sei ein Unding, dass im Zuge der Diskussion der individuellen Gesundheitsleistungen immer wieder auch die Glaukom-Vorsorgeuntersuchungen in Frage gestellt werden, kritisiert Professor Lutz Pillunat, Direktor der Klinik Augenheilkunde am Uniklinikum Dresden. „Ein Blick auf unsere europäischen Nachbarstaaten zeigt, dass sich Deutschland bei der kassenfinanzierten Prävention des Grünen Stars auf dem Abstellgleis befindet“, so der Experte.

Glaukom-Vorsorge wird immer wichtiger

Für den Klinikdirektor ist die am gestrigen Sonntag gestartete Welt-Glaukom-Woche, an der sich Augenärzte auf der ganzen Welt beteiligen, ein weiteres klares Zeichen dafür, dass es in der Medizin keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Vorsorgeuntersuchung gibt. Mit dem zunehmenden Durchschnittsalter der Bevölkerung werde die Glaukom-Vorsorge noch wichtiger werden: „Bei den 70-Jährigen liegt der Anteil der Patienten mit Grünem Star bereits bei zehn Prozent, während über alle Altersgruppen hinweg nur drei Prozent von dieser schleichenden Augenerkrankung betroffen sind“, so Pillunat.

Je früher ein Glaukom erkannt wird, desto eher kann dem drohenden Sehverlust vorgebeugt werden. Ein erstes Indiz auf die Erkrankung liefert ein erhöhter Augeninnendruck. Zwar gilt das Glaukom noch als unheilbar, doch mit Medikamenten lässt sich der Druck im Auge senken und die Gefahr für eine andauernde Schädigung der Nerven im Auge reduzieren. Haben Medikamente nicht den gewünschten Effekt, kommt auch ein operativer Eingriff in Betracht.

Betroffene bemerken die Veränderungen oft zu spät

Glaukom-Patienten leiden unter einem überhöhten Augeninnendruck. Folge ist ein sehr langsam voranschreitender Verlust des Gesichtsfeldes. Anfangs sind es nur wenige Regionen, in denen die Betroffenen nichts mehr sehen können, und oft bemerken Patienten die Zunahme dieser blinden Flecken zunächst nicht. Wenn die Betroffenen aber merken, dass mit ihren Augen irgendetwas nicht mehr stimmt, ist es meistens schon zu spät. In Deutschland sind etwa 800.000 Menschen an einem Glaukom erkrankt. Bei mindestens 50.000 von ihnen ist die Veränderung so weit fortgeschritten, dass mit einer Erblindung gerechnet werden muss.

Foto: © Tyler Olson - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin

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