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Was sind typische Anzeichen für Neurodermitis?

Donnerstag, 9. Juni 2022 – Autor:
Ist die Haut einfach nur trocken? Oder steckt vielleicht eine chronisch-entzündliche Erkrankung dahinter? Für Neurodermitis bei Erwachsenen gibt es typische Anzeichen, die man auch als Laie erkennen kann.
Neurodermitis-Patientin kratzt sich in der Ellenbeuge an der Haut.

Typischer Ort für Neurodermitis: die Ellenbeuge. – Foto: Fotolia/Astrid Gast

Die Hautoberfläche ist rau, schuppig, spannt und juckt. Das kann eine Vielzahl von Ursachen haben: Klimafaktoren, falsche Pflege, Flüssigkeitsmangel oder bestimmte organische Erkrankungen wie Diabetes. Trockene und empfindliche Haut ist unter Erwachsenen weit verbreitet. Und wer erstmals solche Hautveränderungen bemerkt, denkt dabei selten an Neurodermitis. Dabei sind rund 3,5 Prozent der Menschen zwischen 18 und 80 in Deutschland davon betroffen. Aber woran erkennt man, dass die Haut nicht einfach nur trocken ist, sondern dass eine chronisch-entzündliche Erkrankung dahintersteckt?

Neurodermitis tritt in Schüben auf

„Wenn die Haut schubweise mit entzündlichen Ekzemen auf scheinbar harmlose Reize wie kratzende Fasern oder Aufregung reagiert, deutet das auf Neurodermitis hin“, heißt es in einer Patienteninformation des „Bundesverbands für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz“ (BGV).

 

Typische Symptome für Neurodermitis bei Erwachsenen

„Die für Neurodermitis typischen schuppenden, rissigen und entzündeten Hautareale befinden sich häufig an Armbeugen, Kniekehlen und Handgelenken“, heißt es beim BGV. „Für erwachsene Patienten charakteristisch sind darüber hinaus Hautsymptome an Hals und Augenlidern sowie an den Händen, wenn diese in Beruf und Alltag stark strapaziert werden.“ Auch bestimmte Unterformen der Neurodermitis betreffen demnach vornehmlich Erwachsene: Die Kopf-Hals-Dermatitis, kurz HND, mit Ekzemen an Stirn, Lidern, Hals und im Mundbereich sowie die sogenannte Prurigo-Form mit juckenden, entzündlichen Knötchen an Armen und Beinen.

Frühe Diagnose doppelt wichtig

Nach Erfahrungswerten des BGV ignorieren viele erwachsene Neurodermitis-Patienten lange Zeit die Symptome ihrer Erkrankung, schieben den Arztbesuch auf und erhalten entsprechend spät die Diagnose. „Damit nehmen sie unter Umständen massive Einschränkungen der Lebensqualität in Kauf. Denn ohne spezifische Behandlung steigt das Risiko für häufige und heftige Ekzemschübe", erklärt Friedrich Kläs, der Vorsitzende des BGV.

Diagnose, Behandlung, Krankheitsmanagement bei Neurodermitis

Ausführliche Informationen zur Diagnose und Behandlung der Neurodermitis im Erwachsenenalter sowie praktische Hinweise zum Management der Erkrankung in Alltag und Beruf enthält die Broschüre „Neurodermitis bei Erwachsenen". Sie ist beim BGV in Bonn als Druckexemplar beziehungsweise PDF kostenlos erhältlich.

Hauptkategorie: Medizin
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