Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
09.03.2019

Was gehört in die Reiseapotheke?

Jede Reiseapotheke muss dem individuellem Bedarf angepasst werden. Doch zehn Dinge gehören unbedingt hinein.
Reiseapotheke, Zehn Dinge

Reiseapotheke: Zehn Dinge sollten immer mit in den Urlaub fahren

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke gehört in jeden Koffer. Schließlich ist niemand vor Krankheiten gefeit. Erst recht nicht auf Reisen. Das veränderte Klima, schlechtere Hygienebedingungen und nicht zuletzt die Reisekrankheit können Urlaubern zusetzen. Darüber hinaus sind auch Verletzungen jederzeit und überall möglich, gerade bei Sportarten wie Tauchen, Surfen, Wandern, Klettern usw.

 

Zehn Dinge, die in jede Reiseapotheke gehören:

Medikament gegen Durchfall

Durchfall gehört zu den häufigsten Problemen im Urlaub. Präventiv sollten Eiswürfel und Leitungswasser vermieden werden, da hierin Keime lauern können. Ist das Malheur bereits passiert, helfen Kohletabletten und Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid oder Kapseln mit Saccharomyces boulardii. Letztere können auch präventiv eingenommen werden.

 

Elektrolytpulver

Die Folge von Durchfall ist der Verlust von Wasser und damit wichtiger Elektrolyte, was zu Schwäche und Kopfschmerzen führen kann. Elektrolytpulver enthält in der Regel Kalium um Natrium und wird in Wasser aufgelöst. Das Pulver gibt es in Portionspäckchen zu kaufen.

Fieberthermometer

Das Fieberthermometer ist ein Muss für jede Reisapotheke. Da die subjektiv empfundene Körpertemperatur oft stark von der tatsächlichen abweicht, ist das Thermometer ein wichtiges Kontrollinstrument. Es dient auch dazu den Verlauf zu beurteilen. Hält das Fieber über Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gerade Kinder bekommen im Urlaub häufig Fieber.

Schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente

Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin helfen nicht nur gegen Schmerzen, sondern senken auch das Fieber. Ein fiebernder Mensch fühlt sich dadurch kurzfristig besser, jedoch wird die Ursache für das Fieber damit nicht bekämpft. Also Vorsicht vor falschen Trugschlüssen.

Insekten- und Sonnenschutz

Nicht nur am Meer, auch in den Bergen ist die UV-Strahlung extrem und man holt sich schnell einen Sonnenbrand. Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 LSF gehört darum in jede Reiseapotheke. Für kleine Kinder und sehr hellhäutige und empfindliche Personen sollte ein UV-Blocker (LSF 60) mit an Bord sein. Um sich vor Insektenstichen zu schützen, eignet sich gut der Wirkstoff DEET. Insektenstiche sind nicht nur lästig, sondern es können auch gefährliche Krankheiten übertragen werden.

Kühlende Gels für die Haut nach zu viel Sonne

Kühlende Gels lindern die Hautreizung. Produkte mit Hydrocortison oder Dimetinden sind hier eine gute Wahl. Unabhängig davon gilt: Bei Sonnenbrand keine Sonnenexposition mehr - auch nicht mit hohem Lichtschutzfaktor. 

Reisetabletten

Im Auto, auf dem Schiff oder im Flugzeug – Reisekrankheit ist buchstäblich übel. Der Wirkstoff Dimenhydrinat wirkt dem entgegen. Der Klassiker unter den Reisetabletten (gibt es auch als Kaugummi) macht allerdings müde. Pflanzliche Mittel etwa auf Ingwerbasis können eine Alternative sein, wirken aber oft nicht so gut.

Wunddesinfektionsmittel

Bei einer Schnitt- oder Schürfwunde oder einer anderen offenen Verletzung besteht die Gefahr einer Infektion. Insbesondere wenn Dreck hineingekommen ist, sollte man die Wunde desinfizieren. Aufgesprühtes Octinospept brennt im Gegensatz zu Alkohol nicht. Auch Braunol zum Auftupfen desinfiziert Wunden.

Pflaster

Pflaster in verschiedenen Größen sind wichtig, um Wunden zu schützen. Gut sind auch Pflaster am Meter, die man sich selbst zurechtschneiden kann, sowie wasserfeste Pflaster.

Verbandsmaterial

Für Verbandsmaterial liefert der Erste Hilfe Kasten aus dem Auto gute Anhaltspunkte. Eine Schere zum Zurechtschneiden, sollte ebenfalls in die Reiseapotheke. Auch Pflaster können dann auf die richtige Größe zugeschnitten werden.

Neben diesen zehn Dingen, sind natürlich Medikamente einzupacken, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Familien sollten die Reiseapotheke um kindgerechte Medikamente ergänzen. Auch das Reiseziel kann Anpassungen erforderlich machen. Die Tipps stammen von Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Schmidt-Sibeth und wurden von der Redaktion ergänzt.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Arzneimittel , Reisemedizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Reiseapotheke

Sommerzeit – Urlaubszeit. Für viele ist es jetzt soweit: Zum ersten Mal geht es mit Baby oder Kleinkind auf große Reise. Da ist die Sorge groß, dass das Kleine unterwegs krank werden könnte. Kleine Verletzungen, Durchfall und Fieber treten gerade bei kleinen Kindern häufig auf – zuhause wie im Urlaub. Eine gut bestückte Reiseapotheke hilft oft auch dann, wenn nicht gleich ein Arzt in der Nähe ist.

15.07.2020

Fuß verstaucht beim Joggen, Platzwunde am Kopf beim Fußball: Wenn Sportverletzungen schnell versorgt werden, kann das den Heilungsprozess beschleunigen und man kann schneller wieder körperlich aktiv sein. Deshalb ist es ratsam, vor allem beim Sport in der Natur ein Erste-Hilfe-Set mit dabei zu haben. Als einfache Behandlungs-Checkliste für den Notfall gilt die „PECH"-Regel aus vier Sofortmaßnahmen.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Krätze ist hierzulande weiter auf dem Vormarsch. Das meinen Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Vor allem kleine Kinder könnten eine unterschätzte Infektionsquelle sein.


Nikotin ist eine psychotrope Substanz und macht abhängig. Der Organismus wird aber nicht vom Nikotin, sondern von anderen Schadstoffen im Zigarettenrauch geschädigt. Mediziner sehen darin ein gefährliches Gemisch und fordern eine neue Bewertung von verbrennungsfreien Alternativen.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin