. Urlaub

Was gehört in die Reiseapotheke?

Jede Reiseapotheke muss dem individuellem Bedarf angepasst werden. Doch zehn Dinge gehören unbedingt hinein.
Reiseapotheke, Zehn Dinge

Reiseapotheke: Zehn Dinge sollten immer mit in den Urlaub fahren

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke gehört in jeden Koffer. Schließlich ist niemand vor Krankheiten gefeit. Erst recht nicht auf Reisen. Das veränderte Klima, schlechtere Hygienebedingungen und nicht zuletzt die Reisekrankheit können Urlaubern zusetzen. Darüber hinaus sind auch Verletzungen jederzeit und überall möglich, gerade bei Sportarten wie Tauchen, Surfen, Wandern, Klettern usw.

 

Zehn Dinge, die in jede Reiseapotheke gehören:

Medikament gegen Durchfall

Durchfall gehört zu den häufigsten Problemen im Urlaub. Präventiv sollten Eiswürfel und Leitungswasser vermieden werden, da hierin Keime lauern können. Ist das Malheur bereits passiert, helfen Kohletabletten und Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid oder Kapseln mit Saccharomyces boulardii. Letztere können auch präventiv eingenommen werden.

 

Elektrolytpulver

Die Folge von Durchfall ist der Verlust von Wasser und damit wichtiger Elektrolyte, was zu Schwäche und Kopfschmerzen führen kann. Elektrolytpulver enthält in der Regel Kalium um Natrium und wird in Wasser aufgelöst. Das Pulver gibt es in Portionspäckchen zu kaufen.

Fieberthermometer

Das Fieberthermometer ist ein Muss für jede Reisapotheke. Da die subjektiv empfundene Körpertemperatur oft stark von der tatsächlichen abweicht, ist das Thermometer ein wichtiges Kontrollinstrument. Es dient auch dazu den Verlauf zu beurteilen. Hält das Fieber über Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gerade Kinder bekommen im Urlaub häufig Fieber.

Schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente

Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin helfen nicht nur gegen Schmerzen, sondern senken auch das Fieber. Ein fiebernder Mensch fühlt sich dadurch kurzfristig besser, jedoch wird die Ursache für das Fieber damit nicht bekämpft. Also Vorsicht vor falschen Trugschlüssen.

Insekten- und Sonnenschutz

Nicht nur am Meer, auch in den Bergen ist die UV-Strahlung extrem und man holt sich schnell einen Sonnenbrand. Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 LSF gehört darum in jede Reiseapotheke. Für kleine Kinder und sehr hellhäutige und empfindliche Personen sollte ein UV-Blocker (LSF 60) mit an Bord sein. Um sich vor Insektenstichen zu schützen, eignet sich gut der Wirkstoff DEET. Insektenstiche sind nicht nur lästig, sondern es können auch gefährliche Krankheiten übertragen werden.

Kühlende Gels für die Haut nach zu viel Sonne

Kühlende Gels lindern die Hautreizung. Produkte mit Hydrocortison oder Dimetinden sind hier eine gute Wahl. Unabhängig davon gilt: Bei Sonnenbrand keine Sonnenexposition mehr - auch nicht mit hohem Lichtschutzfaktor. 

Reisetabletten

Im Auto, auf dem Schiff oder im Flugzeug – Reisekrankheit ist buchstäblich übel. Der Wirkstoff Dimenhydrinat wirkt dem entgegen. Der Klassiker unter den Reisetabletten (gibt es auch als Kaugummi) macht allerdings müde. Pflanzliche Mittel etwa auf Ingwerbasis können eine Alternative sein, wirken aber oft nicht so gut.

Wunddesinfektionsmittel

Bei einer Schnitt- oder Schürfwunde oder einer anderen offenen Verletzung besteht die Gefahr einer Infektion. Insbesondere wenn Dreck hineingekommen ist, sollte man die Wunde desinfizieren. Aufgesprühtes Octinospept brennt im Gegensatz zu Alkohol nicht. Auch Braunol zum Auftupfen desinfiziert Wunden.

Pflaster

Pflaster in verschiedenen Größen sind wichtig, um Wunden zu schützen. Gut sind auch Pflaster am Meter, die man sich selbst zurechtschneiden kann, sowie wasserfeste Pflaster.

Verbandsmaterial

Für Verbandsmaterial liefert der Erste Hilfe Kasten aus dem Auto gute Anhaltspunkte. Eine Schere zum Zurechtschneiden, sollte ebenfalls in die Reiseapotheke. Auch Pflaster können dann auf die richtige Größe zugeschnitten werden.

Neben diesen zehn Dingen, sind natürlich Medikamente einzupacken, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Familien sollten die Reiseapotheke um kindgerechte Medikamente ergänzen. Auch das Reiseziel kann Anpassungen erforderlich machen. Die Tipps stammen von Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Schmidt-Sibeth und wurden von der Redaktion ergänzt.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Arzneimittel , Reisemedizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Reiseapotheke

| Sommerzeit – Urlaubszeit. Für viele ist es jetzt soweit: Zum ersten Mal geht es mit Baby oder Kleinkind auf große Reise. Da ist die Sorge groß, dass das Kleine unterwegs krank werden könnte. Kleine Verletzungen, Durchfall und Fieber treten gerade bei kleinen Kindern häufig auf – zuhause wie im Urlaub. Eine gut bestückte Reiseapotheke hilft oft auch dann, wenn nicht gleich ein Arzt in der Nähe ist.
| Fuß verstaucht beim Joggen, Platzwunde am Kopf beim Fußball: Wenn Sportverletzungen schnell versorgt werden, kann das den Heilungsprozess beschleunigen und man kann schneller wieder körperlich aktiv sein. Deshalb ist es ratsam, vor allem beim Sport in der Natur ein Erste-Hilfe-Set mit dabei zu haben. Als einfache Behandlungs-Checkliste für den Notfall gilt die „PECH"-Regel aus vier Sofortmaßnahmen.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Was bringt Yoga für die Gesundheit? Studien kommen bei dieser Frage zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dennoch verdichten sich die Hinweise, dass Yoga insbesondere auf das Nervensystem, die Beweglichkeit und den Blutdruck positive Effekte haben kann.
Schenken macht Spaß – die meisten Menschen kennen das. Forscher konnten das sogar im MRT bestätigen und die hirnphysiologischen Grundlagen für den Zusammenhang zwischen Großzügigkeit und Glücksgefühl zeigen.
 
 
. Kliniken
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.