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30.12.2017

Was bringen Kurkuma & Co gegen Krebs?

Kurkuma, Grünem Tee oder Broccoli werden antitumorale Effekte nachgesagt. Bei Prostatakrebs konnte jetzt ein leicht verzögerter Anstieg des PSA-Wertes durch die Phytotherapeutika nachgewiesen werden. Doch das heißt noch nicht viel.
Kurkuma als letztere Strohhalm bei Krebs: Studie zu Prostatakrebs liefert Hinweise auf Effekte, aber (noch) keine überzeugenden Daten

Kurkuma als letztere Strohhalm bei Krebs: Studie zu Prostatakrebs liefert Hinweise auf Effekte, aber (noch) keine überzeugenden Daten

Wenn der Krebs trotz Therapie zurückkommt, kommen oft pflanzliche Mittel ins Spiel. Kurkuma, Grüner Tee oder Broccoli stehen schon seit längerem im Visier der Forschung, weil ihnen antitumorale Effekte nachgesagt werden. Überzeugende Studienergebnisse gibt es aber bislang nicht. Auch die jetzt veröffentlichen Ergebnisse einer placebo-kontrollierten Studie klingen nicht nach einem Durchbruch, wenn auch ein Effekt der hier untersuchten Phytotherapeutika nicht von der Hand zu weisen ist.

Drei Monate pflanzliche Mittel bei Prostatakrebs

Untersucht wurden Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, Resveratrol, eine Gruppe von Stoffen, die in roten Trauben vorkommen, Grüner Tee sowie Brokkoli-Keimlinge an elf Männern mit Prostatakrebs. Weitere elf Männer wurden mit einem Placebo behandelt. Alle 22 Studienteilnehmer hatten vor Studienbeginn einen Krankheitsrückfall mit mäßig steigendem PSA-Wert im Blut (Verdoppelung des PSA innerhalb von 4 bis 15 Monaten), aber keine nachweisbaren Metastasen. Steigt der PSA-Wert nach oder während einer Prostatakrebsbehandlung an, spricht man von einem biochemischen Krankheitsrückfall. Denn der Tumormarker zeigt an, ob der Prostatakrebs fortschreitet.

 

PSA-Anstieg verzögert, aber nicht gestoppt

Die Behandlung mit Phytotherapeutika bzw. Placebo dauerte 12 Wochen. Die anschließende Auswertung zeigte, dass die mit Pflanzenarznei behandelten Patienten von einem etwas verzögertem Anstieg des Tumor-Markers PSA im Blut profitierten. Die Verdopplungszeit des PSA betrug vor der pflanzenarzneilichen Behandlung durchschnittlich 5,5 Monate und nach der Behandlung 10,2 Monate. In der Placebo-Gruppe lag die Verdopplungszeit des PSA vor der Behandlung bei 10,8 und danach bei 10,9 Monaten. Hier war also kein Unterschied zu erkennen.

Dass der Anstieg des PSA-Werts durch die pflanzliche Behandlung etwas hinausgezögert werden konnte, ist für die Studienautoren Anlass für weitere Untersuchungen. Die Studie mit 22 Patienten hatte unter anderem das Ziel herauszufinden, ob eine größere Studie machbar ist, also ob überhaupt Patienten dafür rekrutiert werden können. Da die Teilnehmer der Studie die Behandlungen und die damit verbundenen Untersuchungen als akzeptabel empfanden, sehen die Autoren die Machbarkeit einer aussagekräftigeren Studie für gegeben.

Die Studie „A Placebo-Controlled Double-Blinded Randomized Pilot Study of Combination Phytotherapy in Biochemically Recurrent Prostate Cancer” war in der Mai-Ausgabe des Fachmagazins “The Prostate” erschienen. 

Foto: pixabay Freie kommerzielle Nutzung

Foto: pinkomelet - Fotolia

Autor: ham
 

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