Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Was bei Schnupfen wirklich hilft

Was bei Schnupfen wirklich hilft, wollten deutsche Forscher wissen. Sie untersuchten vorliegende Studien zum Thema Erkältung und akute Atemwegsinfektionen, die bis Dezember 2015 erschienen.
Schnupfen

Nicht alle gebräuchlichen Mittel helfen wirklich gegen Schnupfen

Ihre Meta-Studie veröffentlichten Miriam Croessmann vom Sana Klinikum Offenbach und Prof. Markus Rose von der Universität Frankfurt/Main in der Fachzeitschrift Pneumologe.

Erkältungen sind ein Hauptgrund für einen Arztbesuch. Sie sind meist durch Viren verursacht. Behandelt werden die Symptome. Antibiotika sind zu vermeiden, heißt es in dem Aufsatz. Er gibt einen Überblick über konventionelle und alternativmedizinische Therapien akuter Atemwegsinfektionen, die wissenschaftlich überprüft wurden.

Was bei Schnupfen wirklich hilft

Bei Kindern gibt es für häufig als Erkältungsmittel angewandte Substanzen wie Hustensäfte oder Echinacea-Präparate keine konsistente Datenlage. Potenziell nützlich sind Einreibungen mit ätherischen Erkältungssalben oder -Tropfen wie Wick Vapo Rub oder Pinimenthol. Sie können allerdings auch Atemwegsreizungen bis hin zum Bronchospasmus auslösen. Der mögliche Nutzen ist auch für Extrakte aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie (Markenname: Umckaloabo) und Honig nachgewiesen.

Leiden Erwachsene an Schnupfen und Husten, gibt es keine durchgängig positiven Empfehlungen für Antihistaminika, intranasale Steroide, Codein, Nasenspülungen mit einer Salzlösung und Dampfbäder. Topische Dekongestiva, also Nasensprays oder -Tropfen mit abschwellender Wirkung, intranasales Ipratropium, ein Wirkstoff zum Inhalieren, der die Bronchien erweitert, sowie die Einnahme von Zink verminderten leicht Schwere und Dauer der Beschwerden.

 

Ibuprofen wirkt besser gegen Fieber

Ibuprofen scheint bei Kindern stärker fiebersenkend zu wirken als Paracetamol. Ansonsten hätten bei Kindern Selbstmedikationspräparate gegen Husten und Erkältung keine belegten Wirkungen, aber Potenzial für erhebliche Nebenwirkungen. Sie sollten daher vor allem bei Jüngeren vermieden werden, lautet ein Fazit der Forscher.

Bei den ganzheitlichen Therapie-Ansätzen gibt es einen mäßigen Nutzen für die Nahrungsergänzung mit Zink und Probiotika wie Milchsäurebakterien bei Erwachsenen sowie bei Kindern für Probiotika und jenseits des Säuglingsalters Honig zur Nacht. Hausmittel wie zum Beispiel Knoblauch oder Gurgeln verdienten es, in gut geplanten, prospektiven Studien weiter untersucht zu werden.

Foto: underdogstudios/fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Atemwegserkrankungen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Erkältung

Sportliche Aktivitäten im Freien stimulieren das Immunsystem und können den Körper vor Erkältungen oder einer Grippe schützen. Ein moderates Ausdauertraining auch bei Kälte oder Schnee hilft einem, die eigene Grundfitness auch über den Winter hinweg zu erhalten. Dann beginnt man im Frühjahr nicht bei Null.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Vitamin C ist das bekannteste Vitamin überhaupt. Es ist an über 150 Stoffwechselprozessen beteiligt, gut für Zähne und Knochen, die Verdauung und die Entgiftung der Leber. Und es hemmt die Bildung von krebsauslösenden Nitrosaminen. Anders als vielfach angenommen, hat seine wichtigste Wirkung aber nicht mit dem Schutz vor Erkältungen zu tun – sondern mit Anti-Aging.

Reizüberflutung und Stress sind die Schattenseiten der Digitalisierung. Da hilft nur die digitale Entgiftung. Ein Psychologe gibt Tipps, wie der Entzug trotz Homeoffice und Homeschooling umgesetzt werden kann.

Zahnpflege ist wichtig. Auf lange Sicht natürlich zum Schutz vor Zahnausfall; aber auch, weil Entzündungen im Mund Krankheiten im gesamten Körper begünstigen können. Manche Lebensmittel aber schwächen beim Essen vorübergehend die Widerstandskraft des Zahnschmelzes. Deshalb gilt hier: Eine halbe Stunde warten. Oder die Zähne VOR dem Essen putzen – beim Frühstück vor allem.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin