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Warum Sonnenschutz bei Babys so wichtig ist

Sonntag, 29. Mai 2022 – Autor:
Babyhaut ist völlig schutzlos gegenüber der UV-Strahlung der Sonne. Anders als bei Erwachsenen fehlen hier noch Pigmentierung und Hornschicht. Im ersten Lebensjahr sollten Babys deshalb möglichst keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
Baby mit Kopfbedeckung vor blauem Himmel.

Im ersten Lebensjahr sollten Babys möglichst selten direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. – Foto: Wort & Bild Verlag/www.plainpicture.com

Für das Baby ist die Haut noch viel lebenswichtiger als für den Erwachsenen. Sie ist ungleich empfindlicher – und zugleich ist die im Verhältnis zur Körpermasse bei ihnen etwa doppelt so groß. Deshalb können kleine Kinder beispielsweise viel schneller auskühlen und Flüssigkeit verlieren. Und: Schädliche Umwelteinflüsse haben schon rein rechnerisch eine größere Angriffsfläche. Beispiel dafür: die UV-Strahlung der Sonne.

Sonnenbrände in der Kindheit – erhöhtes Hautkrebs-Risiko im Erwachsenenalter

Der Eigenschutz der Haut (Pigmentierung, Hornschicht) fehlt bei Babys noch, die Gefahr eines Sonnenbrands ist aus diesem Grund besonders groß. Und die Haut vergisst nicht. Demnach erhöhen schwere Sonnenbrände in der Kindheit das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache. „Kinder sind empfindlicher gegenüber UV-Strahlung als Erwachsene, daher sind sie besonders zu schützen“, lautet deshalb der ausdrückliche Rat des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS).

 

Erstes Lebensjahr: Baby nie direkt in die Sonne

Weil der natürliche Sonnenschutzfaktor in der Haut noch fehlt und Kinder in dieser Zeit noch keine Sonnencremes oder -lotionen vertragen, rät das Apothekenmagazin „Baby und Familie" zu einer kompromisslosen Fürsorglichkeit und schreibt: „Direkte Sonneneinstrahlung sollten Eltern für ihr Baby im ersten Lebensjahr möglichst ganz vermeiden.“  

Sonnenschutz bei Kleinkindern mit Lichtschutzfaktor 50

Im Kleinkindalter dann empfiehlt sich demnach eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50, egal ob mit einem physikalischen Filter, der sofort wirkt, oder einem chemischen, der erst nach 20 Minuten greift. Dabei gelte: Viel hilft viel. „Tendenziell cremt man mit zu wenig Creme ein. Bei Kleinkindern brauchen Sie etwa drei bis fünf Teelöffel voll Creme", sagt Lea Baschab, Apothekerin in Herrsching, im Magazin „Baby und Familie".

Kleidung mit UV-Schutz als Alternative

Nach jedem Badegang sollten Eltern den Sonnenschutz erneuern, sonst alle zwei bis drei Stunden. "Auch wenn es bewölkt ist. UV-Strahlen werden nicht vollständig von den Wolken geblockt", erklärt Apothekerin Baschab. Eine weitere Möglichkeit, das Kleinkind vor Sonnenbrand zu bewahren, bietet Kleidung mit hohem UV-Schutz. Zusätzlich empfiehlt sich eine Kopf- und Nackenbedeckung sowie eine Sonnenbrille.

Hauptkategorie: Medizin
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