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Warum sich Erwachsene gegen Masern impfen lassen sollten

Montag, 19. März 2018 – Autor:
Masern gelten als Kinderkrankheit. Dabei ist jeder dritte Betroffene ein Erwachsener. Wer nach 1970 geboren ist, sollte seinen Impfschutz überprüfen und sich im Zweifel impfen lassen.
Masern, Impfung

Masern: Schweren Verläufen bei Erwachsenen durch Impfung vorbeugen

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Eine Kinderkrankheit sind Masern aber nicht: Jeder dritte Betroffene ist ein Erwachsener. Besonders die Jahrgänge ab 1970 sind oft nicht immunisiert. Der Grund: Als in den Siebzigerjahren die Masern-Impfung eingeführt wurde, wusste man noch nicht, dass eine Auffrischungsimpfung notwendig ist. Trotz Impfung sind diese Personengruppen also ohne ausreichenden Impfschutz. Viele wissen das nicht. Menschen, die davor geboren wurden, haben die Krankheit in der Regel durchgemacht und sind daher natürlich immunisiert.

Schwere Verläufe bei Erwachsenen

Masern und andere sogenannte Kinderkrankheiten wie Mumps, Röteln und Keuchhusten sind keine Lappalie, meint Julia Rudorf von der "Apotheken Umschau": „Denn wenn Erwachsene an Kinderkrankheiten erkranken, dann sind die Symptome zum Teil schwerer ausgeprägt und die Verläufe teils dramatisch."

 

Kinder stecken Eltern an und umgekehrt

Besonders wichtig sind Impfungen für Erwachsene, die Kontakt zu Kindern haben, schreibt die "Apotheken Umschau" in ihrer neuesten Ausgabe. Eltern und Großeltern zum Beispiel stecken sich leicht an Keimen aus dem Kindergarten an. Und sie können ihre eigenen Kinder und Enkel anstecken, vor allem bei Säuglingen kann das sehr gefährlich sein. Darum sollten sich auch Erwachsene gegen Masern impfen lasssen. Kinderärzte dürfen die Eltern übrigens mit impfen.

In Deutschland kommt es immer wieder zu größeren Masern-Ausbrüchen. 2017 war mit rund 1.000 gemeldeten Fällen, darunter auch einigen Todesfällen, ein besonders starkes Masern-Jahr. Ausbrüche wurden auch in Berlin gemeldet. Meist bricht die Krankheit in Kindergärten und Schulen aus. Unzureichend geimpfte Eltern stecken sich dann häufig an.

Foto: © Alexander Raths - Fotolia.com

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