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Wann eine Auslandsreise-Krankenversicherung nötig ist

Wer im Urlaub ernsthaft erkrankt oder einen Unfall hat, benötigt eventuell einen Rücktransport. Die Krankenkasse übernimmt das nicht, in solchen Fällen springt die Auslandsreise-Krankenversicherung ein.
Gipsbein im Urlaub

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung kommt für ungeplante Kosten auf

Sie kann auch schon bei einfachen Arztbesuchen sinnvoll sein, denn die Gesundheitskarte deckt nicht immer alles ab. In anderen europäischen Ländern gelten unter Umständen andere Standards. Leistungen, die hier von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, sind dort privat zu bezahlen. Und für medizinische Behandlungen in außereuopäischen Ländern zahlt die Krankenkasse gar nicht.

Nicht nur für Kassenpatienten, auch für Privatversicherte kann eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll sein. Das von Stiftung Warentest herausgegebene Magazin Finanztest (6/2015) hat die Anbieter verglichen. Ihr Fazit: Ein umfassender Schutz auf Reisen muss nicht teuer sein. Sehr gute Jahresverträge für Einzelpersonen bietet die Ergo Direkt. Der Tarif RD kostete zum Test-Zeitpunkt 8,90 Euro im Jahr und gilt für beliebig viele Reisen bis zu 56 Tagen. Gleichauf lag die Hallesche mit ihrem Tarif Hallesche.Kolumbus.

Auslandsreise-Krankenversicherungen springen im Notfall ein

Für Familien mit Kindern lohnen sich Familientarife. Meist sind Familienversicherte auch dann geschützt, wenn sie allein verreisen. Die Versicherer erstatten beispielsweise nötige Betreuungskosten, wenn die Eltern ins Krankenhaus müssen oder Rooming-In-Kosten für die Eltern, wenn das Kind ins Krankenhaus muss.

Den besten Jahresschutz für Familien bietet die Ergo Direkt mit ihrem Tarif RD, der zum Test-Zeitpunkt 17,80 Euro kostete. Etwa gleichauf in der Bewertung rangiert die Würzburger mit ihrem Tarif  TravelSecure AR. Sie ist aber teurer (33 Euro) und erstattet die Rückreisekosten von minderjährigen Kindern nicht.

 

Auslandsreise-Krankenversicherung: Auf Details achten

Fast alle Auslandreisekrankenversicherer erhöhen die Beiträge, wenn die Versicherten ins Seniorenalter kommen. Die Grenze liegt meist bei 65 bis 70 Jahren. Schlimmstenfalls müssen die Versicherten dann fünf Mal mehr zahlen, heißt es weiter in Finanztest. Für Senioren könnte daher ein Abschluss bei der Debeka interessant sein. Ihr Tarif AR verzichtet auf Alterzuschlag und Höchsteintrittsalter und kostete zum Test-Zeitpunkt 8 Euro.

In bestimmten Situationen können spezielle Leistungen wichtig sein: Werden Behandlungen von Schwangerschaftskomplikationen erstattet? Kommt der Versicherer für Verletzungen durch sportliche Aktivitäten auf? Sind Behandlungen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung nötig werden, versichert?

Wichtig ist es, alle Belege aufzubewahren. Auf denen muss unter anderen der Name des Arztes, die Diagnose und die Behandlung stehen. Bei einer sehr teuren Behandlung, einem notwendigen Transport zurück in die Heimat oder einem Krankenhausaufenthalt sollte der Versicherte zuvor mit der Krankenversicherung sprechen.

Foto: contrastwerkstatt

Autor: bab
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