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Wann ein Wespenstich gefährlich ist

Sommerzeit ist Wespenzeit. Beim Essen im Freien locken Kuchen, süße Säfte, Fleisch oder Würstchen ungebetene Gäste an. Hektische Bewegungen, Wegpusten oder ein ungewollter Kontakt können die Wespe aggressiv machen – und sie sticht zu. Wann ein Wespenstich gefährlich ist, kann man an einigen Symptomen erkennen.
Wespenstich - nicht für mich!

Ungebetene Gäste: Sommerzeit ist Wespenzeit

Beim Stich injiziert die Wespe ihr Gift in die Haut des Menschen. Im Gegensatz zur Biene kann sie den Stachel danach wieder herausziehen. Bleibt der Stachel dennoch stecken, sollte er mit dem Fingernagel oder einer Pinzette herausgezogen werden.

Das Insektengift enthält Eiweiße, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Die äußert sich in Rötung, Schwellung und Schmerzen rund um die Einstichstelle. Um die Reaktion zu dämpfen, wird der Bereich am besten gekühlt, mit einem Kühlpack oder einem Tuch mit Eiswürfeln. Eine kortisonhaltige Creme kann die Beschwerden ebenfalls lindern. Nach einigen Tagen klingen Schwellung und Schmerz ab.

Wann ein Wespenstich gefährlich ist

Circa drei Prozent der Deutschen reagieren allergisch auf die sich ähnelnden Gifte von Wespen und Bienen. Bestimmte Symptome deuten auf eine Allergie: Wenn sich die Schwellung um mehr als 10 Zentimeter rund um die Einstichstelle ausbreitet, ganze Gliedmaßen anschwellen oder der Patient wenige Minuten bis zu einer halben Stunde nach dem Wespenstich an Juckreiz, Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder einer laufenden Nase leidet. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt kann dann innerhalb von einer Woche nach dem Stich auch einen Allergie-Test machen, um den Verdacht eindeutig abzuklären.

Eine schwere allergische Reaktion, ein anaphylaktischer Schock, kündigt sich mit Kribbeln oder Brennen in Mund und Rachen an, es kommt zu Herzrasen, Blutdruckabfall, Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Da Atem- und Kreislaufstillstand drohen könnten, ist sofort der Notarzt zu rufen.

Wer an Wespengift-Allergie leidet, braucht ein Notfallset

Allergische Reaktionen können wiederholt auftreten und sich verstärken. Menschen, bei denen der Arzt eine Bienen- und Wespengift-Allergie festgestellt hat, sollten stets ein Notfall-Set dabei haben. Das enthält ein Antihistaminikum, Kortison zum Einnehmen und eine Adrenalin-Spritze.

Patienten können sich aber auch einer Hyposensibilisierung unterziehen, mit einer Spritzen-Therapie wird ihr Immunsystem allmählich an das Gift gewöhnt, die allergische Reaktion unterbleibt. Münchner Forscher haben mittlerweile ein Verfahren entwickelt, um genau das Allergen dingfest zu machen, das die Reaktion beim Betroffenen auslöst. Das variiert nämlich.

Bei Stich in Mund und Rachen den Arzt rufen

Gefährlich ist es aber auch für Menschen ohne Allergie, wenn die Wespe in Mund oder Rachen gestochen hat. Die Schleimhäute können sehr schnell und sehr stark anschwellen und die Atemwege verengen oder gar verschließen. Auch dann sollte man einen Notarzt rufen – und die Halspartie währenddessen mit feuchten Tüchern von außen und mit dem Lutschen von Eis oder Eiswürfeln von innen kühlen.

Foto: poeth/fotolia.com

Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin

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