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Wann ein Wespenstich gefährlich ist

Sommerzeit ist Wespenzeit. Beim Essen im Freien locken Kuchen, süße Säfte, Fleisch oder Würstchen ungebetene Gäste an. Hektische Bewegungen, Wegpusten oder ein ungewollter Kontakt können die Wespe aggressiv machen – und sie sticht zu. Wann ein Wespenstich gefährlich ist, kann man an bestimmten Symptomen erkennen.
Wespenstich - nicht für mich!

Ungebetene Gäste: Sommerzeit ist Wespenzeit

Sommerzeit ist Wespenzeit. Beim Essen im Freien locken Kuchen, süße Säfte, Fleisch oder Würstchen ungebetene Gäste an. Hektische Bewegungen, Wegpusten oder ein ungewollter Kontakt können die Wespe aggressiv machen – und sie sticht zu. Wann ein Wespenstich gefährlich ist, kann man an bestimmten Symptomen erkennen.

Beim Stich injiziert die Wespe ihr Gift in die Haut des Menschen. Im Gegensatz zur Biene kann sie den Stachel danach wieder herausziehen. Bleibt der Stachel dennoch stecken, sollte er mit den Fingernägeln oder einer Pinzette herausgezogen werden.

Bei Stich in Mund und Rachen Arzt rufen

Das Insektengift enthält Eiweiße, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Die äußert sich in Rötung, Schwellung und Schmerzen rund um die Einstichstelle. Um die Reaktion zu dämpfen, wird der Bereich am besten gekühlt, mit einem Kühlpack oder einem Tuch mit Eiswürfeln. Eine kortisonhaltige Creme kann die Beschwerden ebenfalls lindern. Nach einigen Tagen klingen Schwellung und Schmerz ab. Hitzestifte, die auf die Einstichstelle aufgesetzt werden, können die Symptome verhindern oder zumindest verringern.

Gefährlich ist es, wenn die Wespe in Mund oder Rachen gestochen hat. Die Schleimhäute können sehr schnell und sehr stark anschwellen und die Atemwege verengen oder gar verschließen. Dann sollte man einen Notarzt rufen und die Halspartie solange mit feuchten Tüchern von außen und mit dem Lutschen von Eis oder Eiswürfeln von innen kühlen.

Wann der Wespenstich gefährlich ist

Richtig gefährlich ist der Wespenstich für die rund 3,5 Prozent der Deutschen, die allergisch auf die sich ähnelnden Gifte von Wespen und Bienen reagieren. Das zeigt sich an bestimmten Symptomen: Wenn sich die Schwellung um mehr als 10 Zentimeter rund um die Einstichstelle ausbreitet, Gliedmaßen anschwellen oder der Patient wenige Minuten bis zu einer halben Stunde nach dem Wespenstich an Juckreiz, Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder einer laufenden Nase leidet.

Eine schwere allergische Reaktion, ein anaphylaktischer Schock, kündigt sich mit Kribbeln oder Brennen in Mund und Rachen an, es kommt zu Herzrasen, Blutdruckabfall, Erbrechen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Da Atem- und Kreislaufstillstand drohen könnten, ist sofort der Notarzt zu rufen.

 

Allergie-Test machen lassen

Wenn solch eine schwere allergische Sofortreaktion nach einem Stich aufgetreten ist, sollte man beim Arzt unbedingt einen Test auf eine bestehende Insektengift-Allergie machen lassen, das rät die Gesellschaft für pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GDP). Aber auch nur dann, betonen die Experten.

Denn bis zu 40 Prozent der Erwachsenen und bis zu 50 Prozent der Kinder haben Insektengift-Antikörper ausgebildet. Sie sind also sensibilisiert, was der Test anzeigen würde. Aber nur wenige davon reagieren schwer allergisch. Das heißt, der Test würde in dem Fall nur eine unbegründete Angst vor einem Insektenstich auslösen.

Wer an Wespengift-Allergie leidet, braucht ein Notfallset

Bei den echten Allergikern kann die allergische Reaktion wiederholt auftreten und sich verstärken. Menschen, bei denen der Arzt eine Bienen- und Wespengift-Allergie festgestellt hat, sollten stets ein Notfall-Set dabei haben. Das enthält ein Antihistaminikum, Kortison zum Einnehmen und einen Autoinjektor mit Adrenalin, mit dem der Wirkstoff in die Oberschenkelmuskulatur gespritzt wird.

Patienten können sich aber auch einer Hyposensibilisierung unterziehen, mit einer Spritzen-Therapie wird ihr Immunsystem allmählich an das Gift gewöhnt, die allergische Reaktion unterbleibt. Die Behandlung ist prinzipiell in jedem Alter durchführbar. Münchner Forscher haben mittlerweile ein Verfahren entwickelt, um genau das Allergen dingfest zu machen, das die Reaktion beim Betroffenen auslöst. Das variiert nämlich.

Foto: poeth/fotolia.com

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