. Ernährung

Walnüsse helfen beim Abnehmen

Walnüsse helfen beim Abnehmen. Sie aktivieren eine Hirnregion, die an der Appetitkontrolle beteiligt ist. Das zeigte eine US-Studie.
Walnüsse

Walnüsse dämpfen das Hungergefühl. Sie aktivieren bestimmte Gehirn-Regionen

Walnüsse fördern das Sättigungsgefühl und dämpfen den Appetit. Das fanden Forscher um Prof. Christos Mantzoros vom Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) und der Harvard Medical School heraus. Der Verzehr aktiviert eine Region im Gehirn, die Hunger- und Heißhunger-Gefühlre reguliert. Sie könnten damit beim Abnehmen helfen.

Die Wissenschaftler rekrutierten 10 Freiwillige, die an Fettleibigkeit litten. Diese zogen für zwei Mal fünf Tage ins BIDMC's Clinical Research Center. Die kontrollierte Umgebung ermöglichte es den Forschern, die Nahrungs-Aufnahme der Probanden verlässlich zu dokumentieren, statt sich auf die oftmals unzuverlässigen Protokolle der Test-Personen zu verlassen - ein Nachteil vieler Beobachtungsstudien.

Smoothies mit 48 g Walnüssen

Während eines 5-Tage-Aufenthaltes nahmen die Freiwilligen täglich Smoothies mit 48 Gramm Walnüssen zu sich - die von der American Diabetes Association empfohlene Portion. Während des zweiten Aufenthaltes erhielten sie einen walnussfreien, aber von den Nährwerten her vergleichbaren Placebo-Smoothie, der genauso schmeckte.

Die Reihenfolge der beiden Sessions war zufällig. Weder die Freiwilligen noch die Forscher wussten, wann wer den Walnuss-Smoothie erhielt. Die Probanden, die Walnüsse konsumierten, berichteten, dass sie weniger hungrig seien. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) durchgeführte Gehirn-Scans zeigten, warum.

Walnüsse könnten Abnehmen helfen

Den Teilnehmern wurden Bilder von sehr appetitanregenden Lebensmitteln wie Hamburger und Süßspeisen und weniger begehrenswerte Lebensmittel wie Gemüse gezeigt. Die Walnuss-Gruppe zeigte dabei eine erhöhte Aktivität in einem Teil des Gehirns, der Insula genannt wird. Dieser Bereich ist an der kognitiven Kontrolle beteiligt. Die Teilnehmer verwandten also mehr Aufmerksamkeit auf die Auswahl der Speisen und wählten eher die weniger begehrte, gesündere Ernährungsoption als die höchst schmackhafte, weniger gesunde Option.

Walnüsse könnte so beim Abnehmen helfen. In einer weiteren Studie wollen die Forscher verschiedene Dosierungen von Walnüssen zu testen, um zu sehen, ob mehr Nüsse zu mehr Gehirnaktivierung führen oder ob irgendwann ein Plateau-Effekt eintritt. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Diabetes, Obesity and Metabolism veröffentlicht.

Die gesundheitsfördernden Aspekte des Nuss-Verzehrs wurden bereits in vielen anderen Untersuchungen bestätigt. So sollen sie das Krebs-Risiko senken.

Foto: HandmadePictures/fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Übergewicht

Weitere Nachrichten zum Thema Nüsse

| Der Verzehr von Nüssen kann bei Darmkrebspatienten zu einer Reduzierung des Rückfallrisikos führen. Das haben Forscher herausgefunden. Ihrer Studie zufolge reichen bereits 57 Gramm Nüsse pro Woche, um das Sterberisiko von Betroffenen zu halbieren.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Bei Frauen mit genetisch bedingtem Lungenhochdruck kann Östrogen eine Rolle bei der Erkrankung spielen. Experimente zeigen nun, dass Medikamente, die das Östrogen hemmen, der Erkrankung vorbeugen und auch zu ihrer Behandlung dienen können.
Knapp drei Millionen Tiere sterben in Deutschland jedes Jahr für die Forschung – viele davon umsonst, weil sich die Ergebnisse aus Tierversuchen oft nicht auf Menschen übertragen lassen. Nun wurde ein Modellsystem ausgezeichnet, das Tierversuche in der Schlaganfallforschung ersetzen soll.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Raum 12.109/110 im Erdgeschoss, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.