. Migräne

Walken und Joggen reduzieren Kopfschmerzen

Ausdauersport kann den Stresspegel senken und dadurch Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen. Das zeigt eine Studie Kölner Forscher.
Joggen und Walken reduzieren Kopfschmerzen

Walken wirkt gegen Migräne

Wer dreimal pro Woche moderaten Sport betreibt, kann Stärke, Häufigkeit und Dauer von Kopfschmerzen und Migräne senken. Eine Studie des Universitätsklinikums Köln zeigt, dass Ausdauersportarten wie Joggen und Walken Migränetage und Kopfschmerzstunden effektiv reduzieren sowie die Schmerzintensität senken können.

Für die Studie erhielten die Patienten einen Trainingsplan für zehn Wochen, der dreimal pro Woche für jeweils 30 Minuten entweder Joggen oder Walken vorsah. Von den insgesamt 52 teilnehmenden Patienten hielten 28 diesen Trainingsplan durch. Es zeigte sich, dass sich sowohl in der Jogging- als auch in der Walkinggruppe die Schmerzattacken um etwa 20 Prozent reduzierten.

Joggen und Walken bauen Stress ab

Welche Sportart ausgeübt wird, scheint also nicht so wichtig zu sein. Die Hauptsache ist, dass man sich überhaupt regelmäßig bewegt. Den Effekt des Trainings erklären sich die Forscher dadurch, dass Ausdauersport den Stresspegel senkt. Nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft nehmen Migräne-Patienten Reize stärker wahr als gesunde Menschen. Dadurch entsteht bei ihnen schneller eine Reizüberflutung, die sich in den Schmerzattacken äußern kann. Daher ist es sinnvoll, prophylaktisch aktiv zu werden.

Ausdauersport kann, ähnlich wie Entspannungstraining, zum Abbau von Stress beitragen und damit der Reizüberflutung vorbeugen. Wichtig ist allerdings, dass die sportliche Betätigung nicht selbst zum Stressfaktor wird. Zudem ist Sport auch nicht für jeden Patienten das Richtig, räumten die Forscher ein. Das zeige die hohe Abbruchquote während der Studie. Sport sei dennoch von allen nicht-medikamentösen Maßnahmen das, „was die Patienten auch nach einem Jahr noch am häufigsten regelmäßig praktizieren.“

Foto: satori/fotolia.com

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