. Schmerzen in den Waden

Wadenkrämpfe sind meist harmlos

Wadenkrämpfe sind unangenehm, aber meist harmlos. Die häufigsten Ursachen für die schmerzhaften Verspannungen sind Unter- oder Überforderung der Muskulatur sowie Mineralstoffmangel. Nur manchmal stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter.
Wadenkrämpfe behandeln

Wadenkrämpfe können sehr schmerzhaft sein

Kommt es im Unterschenkel zu einer unwillkürlichen Anspannung der Muskulatur, ohne dass sie sich gleich wieder entspannt, spricht man von einem Wadenkrampf. Oft treten solche Krämpfe nachts im Bett auf. Aber auch bei bestimmten Sportarten, beispielsweise beim Schwimmen, kommt es nicht selten zu Wadenkrämpfen. Die häufigsten Ursachen: Überforderung oder Unterforderung der Muskeln, einseitige Haltung, vorübergehender Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel, Schwangerschaft, aber auch stoffwechselbedingte Nervenschäden, beispielsweise durch Diabetes oder Alkohol.

Was tun bei Wadenkrampf?

Auch bestimmte Medikamente können Wadenkrämpfe begünstigen, ebenso wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Nebenschilddrüsenunterfunktion. Seltener sind Nierenerkrankungen der Auslöser für die schmerzhaften Anfälle. Bestimmte Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder amyotrophe Lateralsklerose können ebenfalls mit Wadenkrämpfen verbunden sein; die Leitsymptome sind dann aber fast immer andere.

Gegen die harmlose Form der Wadenkrämpfe hilft meist Dehnen: Die Fußspitze wird Richtung Körper gezogen, während man die Ferse in den Boden drückt. Auch eine Massage kann Entspannung bringen. Vorbeugend helfen regelmäßige Bewegung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine ausgewogene Ernährung. In Absprache mit dem Arzt können auch Magnesiumpräparate hilfreich sein. Nach sportlicher Betätigung sollte man elektrolythaltige Getränke wie Saftschorlen zu sich nehmen; ein alkoholfreies Bier hat eine ähnliche Wirkung. Älteren Menschen, die nachts häufig an Wadenkrämpfen leiden, kann ein dreiminütiges Stretchen vor dem Schlafengehen helfen.

Wann zum Arzt?

Ein Arzt sollte hinzugezogen werden, wenn folgende Symptome auftreten:

  • sehr häufig auftretende oder langanhaltende Wadenkrämpfe
  • Krämpfe, die sich nicht lösen lassen, auch wenn die Wadenmuskulatur gedehnt wird
  • Beeinträchtigung der Nachtruhe
  • Wadenkrämpfe, die immer wieder bei bestimmten Bewegungen einsetzen
  • Lähmungserscheinungen im Bein, Kribbeln und Taubheitsgefühle
  • Schwellungen an Bein oder Fuß

Foto: © kwanchaichaiudom - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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