. Ernährung

Vollkorn reduziert Kalorien-Aufnahme

US-Forscher untersuchten die Auswirkungen einer Vollkorn-Ernährung. Ein Ergebnis: Bei einer Vollkorn-Diät nahmen die Probanden weniger Kalorien auf.
Vollkornbrot

Vollkorn-Ernährung fördert den Stuhlgang und reduziert die Kalorienaufnahme

Zwei Untersuchungen dazu wurden im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht. Daran nahmen 81 gesunde Probanden zwischen 40 und 65 Jahren teil. In den ersten beiden Wochen erhielten alle übliche, westliche Kost. In den folgenden sechs Wochen blieben 40 Teilnehmer bei der herkömmlichen Diät, während 41 Teilnehmer auf eine Vollkorn-Diät gesetzt wurden.

Die Diäten ähnelten sich was die Energie- und Fett-Aufnahme sowie die Obst-, Gemüse- und Eiweiß-Portionen betraf, der einzige Unterschied war die Getreidequelle. Vollkorn schließt die äußere, nahrhafte Schicht der Körner ein, es findet sich in Vollweizenmehl, Hafermehl und braunem Reis. Bei verarbeitetem Getreide wie Weißmehl, Weißbrot oder weißem Reis gehen beim Schäl- und Mahl-Vorgang Fasern und bestimmte Mikronährstoffe verloren.

Vollkorn reduziert Kalorien-Aufnahme

Die Teilnehmer der Studie nahmen drei Mal am Tag vorbereitete Mahlzeiten zu sich - und dokumentierten auch, wie viel sie davon aßen. Untersucht wurde zum einen die Auswirkung auf den Energiestoffwechsel. Es zeigte, sich dass die Vollkorn-Gruppe täglich 92 kcal weniger aus der Nahrung aufnahmen. Die Forscher führen das darauf zurück, dass die Vollkornprodukte den Stoffwechsel beschleunigen und den Grundumsatz erhöhen. Die Zahl und das Gewicht der Stuhlgänge lag in dieser Gruppe höher.

Auch auf die Darmflora hatte die Vollkorn-Kost Auswirkungen: Es gab mehr Lachnospira, Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren, denen eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben wird. Und es gab weniger entzündungsfördernde Bakterien, Enterbacteriaceae. Beim Bluttest ließen sich bei den Vollkorn-Essern geringfügig mehr Gedächtniszellen nachweisen, die für eine rasche Immunantwort eine Rolle spielen.

Täglich bis zu zwei Tassen Vollkorn

In anderen Studien zeigte sich eine Zusammenhang von Vollkornprodukten mit einem geringeren Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Infektionen. Die Diätetischen Richtlinien des US-Gesundheitsministeriums raten dazu, verarbeitetes Getreide durch Vollkorn zu ersetzen. Die empfohlene Tagesdosis für Vollkorn liegt bei 1,5 Tassen (Frauen) bis 2 Tassen (Männer), etwa in Form von braunem Reis oder Haferflocken.

Foto: arfo/fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gesunde Ernährung

| Wer abnehmen möchte, greift gerne auf Obst zurück. Es ist vergleichsweise kalorienarm und lecker. Ernährungsexperten raten allerdings von zu vielen Obstmahlzeiten am Tag ab. Die zuckerhaltigen Snacks könnte den gegenteiligen Effekt bewirken.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Hochbetagten. Viele, die auf die 100-Jahre-Marke zusteuern, verfügen über eigene Ideen und Strategien für ein gutes Altern. Die Wissenschaft, kritisiert jetzt eine der wenigen Altersforscherinnen, habe dies bisher aber so gut wie übersehen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Reinickendorfer Straße 61, 13347 Berlin

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.