. Erweiterte Versorgung

Vivantes erweitert Nuklearmedizin

Am 1. Januar 2012 hat der Klinikkonzern Vivantes ein neues Institut für Nuklearmedizin in Betrieb genommen. Das Institut Mitte-Nord befindet sich an den Standorten Klinikum Spandau, Klinikum am Urban und Klinikum im Friedrichshain. In Spandau wurde ausserdem ein Medizinisches Versorgungszentrum für die ambulante Untersuchung von Patienten eingerichtet.
Nuklearmedizin bei Vivantes neu aufgestellt (Foto: NIH)

Nuklearmedizin bei Vivantes neu aufgestellt (Foto: NIH)

Unter der Leitung von PD Dr. Michail Plotkin will das Institut für Nuklearmedizin Mitte-Nord Vivantes-Patienten ein breiteres Diagnosespektrum anbieten, zum Beispiel im Bereich der Radiopharmaka. Ausserdem soll ein Schwerpunkt für die Neuronuklearmedizin entwickelt werden. Überdies ist eine Verbesserung der personellen und technischen Ausstattung an den drei nuklearmedizinischen Standorten mit der Gründung des neuen Instituts verbunden.

Am Klinikum Spandau wurde zudem am 1. Januar ein nuklearmedizinisches MVZ für die ambulante Untersuchung von Patienten eingerichtet. Noch in der ersten Jahreshälfte soll hier eine moderne SPECT-fähige Gammakamera installiert werden. Diese Untersuchungstechnik erlaubt es, den Funktionszustand von Geweben und Organen grafisch in einem dreidimensionalen Bild darzustellen. Da im Norden Berlins nur wenige nuklearmedizinische Praxen ansässig sind, bedeutet die Einrichtung des nuklearmedizinischen MVZ im Klinikum Spandau eine deutliche Verbesserung der Versorgung von Patienten in den nördlichen Bezirken von Berlin.

Am Klinikum im Friedrichshain sollen ab sofort PET/CT Untersuchungen mit sieben unterschiedlichen Radiopharmaka (radioaktiv markierten Substanzen) angeboten werden. Bisher stand lediglich ein einziges Radiopharmakon zur Verfügung. 2013 soll auch ein SPECT/CT im Klinikum im Friedrichshain eingerichtet werden. Ausserdem wird neben der bereits erwähnten "Neuronuklearmedizin" als weiterer neuer Schwerpunkt die nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie von neuroendokrinen Tumoren entwickelt. Dabei wird die Diagnostik im Klinikum im Friedrichshain (Bereich PET/CT) stattfinden, die Therapie im Klinikum am Urban. Hierfür wird im Klinikum am Urban ab Mitte 2012 ein Zimmer für die Radiopeptidtherapie von neuroendokrinen Tumoren in Betrieb genommen. Die Umbaumassnahmen dafür laufen bereits.

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Krankenhäuser
 

Weitere Nachrichten zum Thema Vivantes

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
 
 
. Interviews
Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.