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VdK: Pflegende Angehörige dürfen keine finanziellen Nachteile haben

Pflegende Angehörige erleben besondere Belastungen und oft lassen sich die Aufgaben mit dem Beruf nur schwer vereinbaren. Der VdK fordert daher, pflegende Angehörige finanziell stärker zu unterstützen. Auch Auszeiten sollten leichter möglich sein.
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Wer Angehörige pflegt, sollte dafür keinen finanziellen Einbußen erleiden

3,41 Millionen Menschen waren dem Statistischen Bundesamt zufolge Ende 2017 pflegebedürftig. 2,59 Millionen Pflegebedürftige wurden zu Hause versorgt, 1,76 Millionen alleine durch Angehörige. Physisch und psychisch ist die Arbeit für pflegende Angehörige oft so belastend, dass sie an ihren Leistungsgrenzen kommen. Mit einem Beruf lässt sich das oft nicht vereinbaren. Zudem werden die Angehörigen durch die Belastung nicht selten selbst krank. Möglichkeiten der Entlastung für pflegende Angehörige gibt es zwar, doch oft ist der Weg dahin kompliziert oder die Entlastungsangebote reichen nicht aus. Der VdK fordert daher, pflegende Angehörige finanziell stärker zu unterstützen.

Pflegende Angehörige dürfen keine finanziellen Nachteile haben

„Die Belastungen sind deutlich geringer, wenn pflegende Angehörige stärker unterstützt werden“, erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. So müsse es beispielsweise möglich sein, dass sich pflegende Angehörige für die Pflege eine Auszeit von der Arbeit nehmen, ohne dadurch große finanzielle Nachteile zu haben. „Pflege-Darlehen, über die aktuell solche Auszeiten finanziert werden, sind der falsche Weg und werden von pflegenden Angehörigen auch nicht nachgefragt“, betont Bentele. Seit 2015 hätten gerade einmal 921 Menschen ein solches Darlehen genommen, so der VdK.

 

VdK schlägt neue Konzepte vor

„Wir brauchen tragfähige Konzepte von Pflege-Auszeiten. Nur damit gelingt es Menschen, Beruf und Pflege wirklich miteinander zu vereinbaren. Gelingen kann das mit unserem Konzept des Pflegepersonengeldes und der Pflegepersonenzeit. Wir verstehen darunter eine Lohnersatzleistung, die der Staat einem privat Pflegenden für eine gewisse Zeit zahlt“, erklärt Bentele. Diese Leistung solle dem Elterngeld und der Elternzeit ähneln, da die Pflege älterer oder kranker Menschen gesellschaftlich genauso wichtig sei wie die Erziehung von Kindern.

Pflegende Angehörige benötigen auch mehr Angebote, die sie von der Pflege entlasten, so der VdK. Dazu gehörten unter anderem mehr Plätze in der Tagespflege oder in der Kurzzeitpflege für Pflegebedürftige. Auch die Angebote in der ambulanten Pflege sollten ausgebaut werden. In einigen Regionen gebe es hier einen teilweise gravierenden Mangel.

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Pflege
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