. Innovative Prothese

Unternehmen entwickelt Hand-Prothese mit Formel-1-Technik

Eine britische Frau, die ohne rechte Hand geboren wurde profitiert von der Formel-1-Technik: Der jungen Londonerin wurde eine bionische Prothese eingesetzt, mit der sie ihre Bewegungen steuern kann.

Medizinische Innovationen dank Formel-1-Technik!

„Ich kann jetzt Dinge tun, die vorher nicht möglich waren, wie Radfahren und Gewichte heben“, sagte die 29-Jährige Nicky Ashwell, nachdem sie die Prothese bekommen hatte. „Ich erlebe Überraschungen bei kleinen Dingen, wie der Möglichkeit, meine Handtasche zu tragen und zugleich die Hand meines Freundes zu halten.“ Die myoelektrische Handprothese wurde von der Formel 1 inspiriert  - und der Hersteller schaffte damit nach eigenen Angaben einen „bionischen Durchbruch mit der anatomisch akkuratesten Hand“. Diese Prothese verfüge über eine „unvergleichliche Präzision und natürliche Bewegungen“, schreibt der Hersteller Steeper in einer Pressemitteilung. Die mit F1-Technik spezifisch für Frauen und Jugendliche entwickelte kleine „Bebionic-werde um eine akkurate Skelettstruktur mit miniaturisierten Komponenten herum aufgebaut, die so fast natürliche Bewegungen ermöglichen. Die Funktionen der natürlichen Hand könnten mittels 14 Präzisionsgriffen nachahmt werden.

Nicky Ashwell wurde ohne rechte Hand geboren und hat bisher alles mit einer Hand erledigt

Der 29-jährigen Nicky Ashwell, die ohne rechte Hand geboren wurde, wurde die innovative Prothese am London Prosthetics Centre implantiert. Bevor sie die kleine Bebionic-Hand erhalten hatte, benutzte Nicky eine unbewegliche kosmetische Hand; entsprechend lernte Nicky, Aufgaben mit einer Hand zu erledigen. Das schränkte den Bewegungsradius der Produktmanagerin aber extrem ein.

Neue Hand beruht auf Formel-1-Technik und arbeitet mit Sensoren

Die neue Hand arbeitet laut Hersteller mit Sensoren, die von den Muskelbewegungen des Nutzers ausgelöst werden und mit individuellen Antrieben in allen Fingern und starken Mikroprozessoren verbunden sind. Das System verfolgt die Bewegungen jedes Fingers, registriert diese und ahmt so die Funktionen der natürlichen Hand nach. Die Entwicklung basiert laut Hersteller auf sieben Jahren Forschung und Entwicklung . Dabei wurden Formel 1- und Militärtechnik genutzt sowie fortschrittliches Material wie Flugzeugaluminium und Magnete aus seltenen Erden eingesetzt.

Foto: Fotolia - Alexey Kuznetsov

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Prävention und Reha

Weitere Nachrichten zum Thema Innovation

| Die Erforschung innovativer therapeutischer Ansätze bei der Behandlung von Menschen mit chronischer Sinusitis oder Rhinosinusitis und auch Asthma schreitet voran. Das bestätigen Experten wie Prof. Claus Bachert von der Universität in Ghent (Belgien) und Prof. Lars-Olaf Cardell, vom Karolinska Institutet in Stockholm (Schweden).
| Die knapp 300 in Berlin und Brandenburg ansässigen Medizintechnikunternehmen haben mit ihren rund 10 000 Mitarbeitern in 2009 einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit ist die Branche in der Region auch in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise weiter gewachsen. Dies geht aus dem soeben erschienen Medizintechnikreport 2010/2011 hervor.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Händehygiene ist die einfachste und effektivste Maßnahme um die Übertragung von Keimen und Krankenhaus-Infektionen zu verhindern. Das meldet die Medizinische Universität Wien. Am 15. Oktober war Tag des Händewaschens.
Bei Frauen mit genetisch bedingtem Lungenhochdruck kann Östrogen eine Rolle bei der Erkrankung spielen. Experimente zeigen nun, dass Medikamente, die das Östrogen hemmen, der Erkrankung vorbeugen und auch zu ihrer Behandlung dienen können.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Raum 12.109/110 im Erdgeschoss, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.