. Tag der Hand

Unfallschutz: An Bohrmaschine und Kreissäge besser ohne Handschuhe

Da die Hände beim Heimwerken besonders gefährdet sind, wird oft das Tragen von Arbeitshandschuhen empfohlen. Doch das gilt nicht für Arbeiten an der Bohrmaschine oder der Kreissäge. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät daher, an rotierenden elektrischen Werkzeugen auf Handschuhe zu verzichten.
Unfallschutz, Kreissäge, Bohrmaschine, Handschuhe

Bei der Holzbearbeitung zählen Kreissägen zu den gefährlichsten Maschinen

Bei vielen handwerklichen Arbeiten wird das Tragen von Handschuhen empfohlen. Doch das gilt nicht für alle Arten manueller Tätigkeiten. So können Handschuhe bei der Arbeit mit der Bohrmaschine oder der Kreissäge die Gefahr schwerer Verletzungen erhöhen. Der Grund: Erfasst beispielsweise ein Bohrer einen Handschuh, kann er einen Finger hinterherziehen und ihn schwer verletzen oder abreißen. Anlässlich des Tags der Hand am 1. März 2019 rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) daher, an rotierenden elektrischen Werkzeugen auf Handschuhe zu verzichten.

Handschuhe können Verletzungsgefahr erhöhen

Nicht immer bieten Arbeitshandschuhe beim Heimwerken den besten Schutz. Während bei Bauarbeiten die Finger mit Handschuhen gut geschützt sind, können sich Heimwerker damit an der Bohrmaschine oder der Kreissäge schwer verletzen. Überall dort, wo man es mit rotierenden Teilen zu tun hat, sollten daher keine Handschuhe getragen werden.

„Wird ein Handschuh von einem Sägeblatt erfasst, kommt es häufig zu Verletzungen der Knochen und Weichteile einschließlich der Beuge- und Strecksehnen sowie der Gefäße und Nerven der Finger“, warnt Dr. Thomas Brockamp, Präventionsexperte der DGOO. Gerade bei der Holzbearbeitung zählen Kreissägen zu den gefährlichsten Maschinen, deren Risiken vor allem Anfänger, aber auch erfahrene Arbeiter häufig unterschätzen. Dabei kann es zu leichteren oder schwereren Verletzungen der Haut bis hin zum Verlust von Fingern oder Hand kommen.

 

Schutzmaßnahmen beachten

Beim Arbeiten mit rotierenden Werkzeugen sollten unter anderem folgende Schutzmaßnahmen beachtet werden:

  • Mit Schutzbrille arbeiten
  • Immer ohne Handschuhe arbeiten
  • Kleidung sollte eng anliegen, Armel nach innen geschlagen und Jacken geschlossen sein
  • Auf Ringe, Ketten, Armbanduhren etc. sollte bei der Arbeit verzichtet werden
  • Lange Haare zusammenstecken oder eine Kopfbedeckung tragen
  • Gegebenenfalls Schutzkleidung und Gehörschutz tragen
  • Vor der Arbeit Werkzeuge immer auf Funktionsfähigkeit prüfen

 Foto: Robert Kneschke, Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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