Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

UNAIDS will AIDS-Epidemie bis 2030 beenden

Sonntag, 8. November 2015 – Autor:
Eine Welt ohne AIDS – dafür will das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/Aids „UNAIDS“ nun mit einer neuen Strategie kämpfen. Das ambitionierte Vorhaben sieht eine Beendigung der AIDS-Epidemie bis 2030 vor.
UNAIDS: Die „2016 - 2012 Strategie“ ist ein starkes Werkzeug im Kampf gegen AIDS

UNAIDS: Die „2016 - 2012 Strategie“ ist ein starkes Werkzeug im Kampf gegen AIDS

Bei ihrem 37. Treffen in Genf hat UNAIDS die „2016 - 2012 Strategie“ verabschiedet. Mit der Strategie will das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/Aids in den kommenden fünf Jahren seinen Kampf gegen AIDS verstärken. Ziel sei es, die AIDS-Epidemie bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden, heißt es in einer Pressemeldung vom 30. Oktober.

Die UNAIDS-Strategie für 2016 bis 2021 konzentriert sich auf das, was bisher nicht erreicht wurde: Eine drastische Senkung der Neuinfektionszahlen, insbesondere unter Kindern, ein besserer Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten sowie ein Ende der Diskriminierung von Infizierten.

Strategie für mehr Menschenwürde

In seiner Eröffnungsansprache beschrieb der Geschäftsführer von UNAIDS Michel Sidibé die Strategie als dringenden Appell an alle Staaten, mehr Geld für die Prävention von HIV/AIDS in die Hand zu nehmen und den 22 Millionen HIV-Infizierten, die keinen Zugang zu Behandlungen haben, einen besseren Schutz zu bieten. Er sagte die Strategie sei ein Instrument für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde. „Sie verpflichtet uns, die entscheidenden Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Armut und Konflikten anzugehen“, so Sidibé.

 

Umsetzungsplan verabschiedet

Ebenfalls verabschiedet wurden in Genf ein Aktionsplan sowie der finanzielle und organisatorische Rahmen (UBRAF) für die Umsetzung der Strategie, die nun in Maßnahmen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene übersetzt werden müssen.

Die neue Strategie ist eingebettet in die im September von der UN verabschiedeten „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.“ Die UN nimmt in der Agenda Ziele wie Bildung, Wasser, Hunger und Gleichberechtigung in den Blick, aber auch die Verbesserung der Lebenssituation und Behandlung von Menschen mit HIV und Aids.

UNAIDS kämpft seit über drei Jahrzehnten für Null HIV-Infektionen, Null Diskriminierung und Null AIDS-Todesfälle.

Foto: © Dreaming Andy - Fotolia.com

Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: AIDS , HIV / AIDS , Prävention
 

Weitere Nachrichten zum Thema HIV/AIDS

25.04.2019

HIV-Patienten müssen täglich mehrere Medikamente einnehmen. Forscher testen jetzt eine länger wirkende Behandlungsmethode: Eine Spritze mit einem Antikörper muss nur einmal in der Woche verabreicht werden.

 

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten


Während es die Evolution so eingerichtet hat, dass Babys gern geknuddelt werden, um sich gesund zu entwickeln, sind Berührungen unter Erwachsenen nicht mehr so selbstverständlich. Dabei sind für sie genauso wichtig und gesund. Beispiel: Stressabbau.
 
Kliniken
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin