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22.10.2014

Umstellung auf Winterzeit ist unbeliebt

Der Wechsel zur Winterzeit findet am kommenden Wochenende vom 25. auf den 26. Oktober statt. Doch die Mehrheit der Deutschen will die Zeitumstellung nicht mehr. Viele leiden an einer Art Jetlag. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK.
Umstellung auf Winterzeit ist unbeliebt

Umstellung auf die Winterzeit: Müde wie bei einem Jetlag

Die Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit findet die Mehrheit der Deutschen gar nicht gut. In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK sprachen sich 71 Prozent der Befragten für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Von den Umstellungsgegnern würden knapp 60 Prozent lieber die Sommerzeit als ganzjährige Zeit behalten. Für die DAK-Ärztin Elisabeth Thomas ist dieses Ergebnis überraschend. „Warum viele nun ausgerechnet für die Sommerzeit als dauerhafte Zeit plädieren, können wir nur erahnen“, sagt Elisabeth Thomas, Ärztin bei der DAK-Gesundheit. „Vielleicht ist es das Positive, was mit dem Sommer assoziiert wird.“ Aus medizinischer Sicht sei die Winterzeit für den Organismus jedenfalls gesünder.

Winterzeit soll gesünder für den Organismus sein

Die Winterzeit ist eigentlich die normale Zeit. Viele Wissenschaftler und Schlafforscher halten sie für gesunder, weil in der Winterzeit der menschliche Alltag besser an den Sonnenstand angepasst ist. Denn für die innere Uhr sei ein heller Morgen wichtiger als ein heller Abend. „Gehen wir beispielsweise im Dunkeln zur Arbeit oder zur Schule, fehlt ein wichtiges Signal“, so Elisabeth Thomas.

Wenig überraschend ist deshalb, dass viele unter jetlegartigen Symptomen leiden. Vor allem Berufstätige machen nach der Zeitumstellung gesundheitliche Probleme zu schaffen. Jeder vierte 30- bis 44-Jährige gab an, Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben. Bei den 45- bis 59-Jährige ist es sogar jeder Dritte. Die Befragten berichteten von Konzentrationsproblemen, Müdigkeit und Schlappheit. Wer das 60. Lebensjahr bereits überschritten hat, der leidet laut Umfrage am meisten unter Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Insgesamt fühlte sich jeder zehnte sogar depressiv. Jeder fünfte Befragte kam nicht pünktlich zur Arbeit.

 

Im Winter viel Licht und Luft tanken

Um dem Winterblues vorzubeugen, rät die DAK-Ärztin, im Herbst und Winter oft nach draußen zu gehen, beispielsweise in der Mittagspause oder am Wochenende.  "Tanken Sie viele Sonnenstrahlen. So wird auch die dunkle Jahreszeit etwas heller. Frische Luft und Bewegung trägt außerdem dazu bei, dass Ihr Immunsystem stark bleibt“, so der Expertenrat.

Foto: DAK

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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