Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen: BZgA gibt Tipps zur Vorbeugung

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig – mit steigender Tendenz. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat nun eine Internetseite entwickelt, auf der Eltern Tipps gegeben werden, wie sie dem Übergewicht ihrer Kinder entgegenwirken können.
Übergewicht, Kinder, Jugendliche, Adipositas

Immer mehr Kinder in Deutschland sind übergewichtig

Fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland gelten als übergewichtig; das entspricht einem Anteil von etwa 15 Prozent. Bei 800.000 Kindern und Jugendlichen ist das Übergewicht so stark, dass Mediziner von Fettleibigkeit oder Adipositas sprechen. Das kann der Gesundheit nachhaltig schaden und die Entstehung vieler Krankheiten fördern. Dazu gehören Störungen am Bewegungsapparat, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und sogar Diabetes mellitus Typ 2.

Doch das ist nicht das einzige Problem: Kinder und Jugendliche mit Übergewicht werden häufig gemobbt und wegen ihres Gewichts ausgegrenzt, was wiederum das Selbstwertgefühl sinken lässt. Aus Frust essen die Kinder dann oft noch mehr – ein Teufelskreis beginnt. Außerdem kommen psychische Auffälligkeiten wie beispielsweise depressive Symptome bei übergewichtigen Kindern häufiger vor als bei anderen. 

Ursachen von Übergewicht verstehen

Die Ursachen für Übergewicht bei Kindern sind unterschiedlich. Um den Problemen vorzubeugen und entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass Eltern wissen, wie Übergewicht entstehen kann und wie sie ihren Nachwuchs dabei unterstützen können, gesündere Strategien zu entwickeln. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betont: „Damit die Gesundheit im Kindes-, Jugend- und später auch im Erwachsenenalter nicht entscheidend negativ geprägt wird, kommt der Prävention von Übergewicht bei Heranwachsenden deshalb besondere Bedeutung zu.“

Die BZgA bietet daher auf ihrer Internetseite Eltern und Fachkräften Informationen dazu an, wie sie Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas vorzubeugen. Die Internetseite www.uebergewicht-vorbeugen.de gibt Empfehlungen zum Bewegungs-, Ess- und Trinkverhalten, zur Entspannung sowie zur Nutzung von Online-Medien. Darüber hinaus erfahren Familien, wo sie bei bereits bestehendem Übergewicht Hilfe für ihre Kinder und Jugendlichen finden können.

 

Unterstützung bei Beratungsgesprächen

Auch Fachkräften bietet das Onlineportal unterstützende Informationen: Eine Sammlung von Bewegungsübungen, anschaulichen Infografiken und kurzen Themenblättern steht zum Herunterladen und Ausdruck bereit. Sie können zum Beispiel im Beratungsgespräch Eltern an die Hand gegeben werden. Zudem finden Fachkräfte im Portal ein Online-Tool, den sogenannten Methodenfinder. Er hilft passende Übungen, zum Beispiel zu Bewegung oder Entspannung, auszuwählen. Zudem steht ein Leitfaden der BZgA für die Planung, Umsetzung und Bewertung von gesundheitsfördernden Maßnahmen zur Verfügung.

Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Übergewicht , Kinder
 

Weitere Nachrichten zum Thema Übergewicht bei Kindern

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.

 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin