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Übergewicht bei Kindern erhöht späteres Schlaganfallrisiko

Übergewichtige Kinder haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall vor dem 55. Lebensjahr. Das teilt die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (bvpg) mit. Eine Studie hat den Zusammenhang nachgewiesen.
Übergewicht, Kinder, Schlaganfall

Übergewicht im Kindesalter kann langfristige Folgen haben

Übergewicht bei Kindern hat größere gesundheitliche Auswirkungen als bisher angenommen. So haben Kinder und Jugendliche mit Übergewicht ein deutlich erhöhtes Bluthochdruck-Risiko. Untersuchungen konnten sogar zeigen, dass sich bei einigen der adipösen Kinder bereits eine Verdickung der linken Herzkammer zeigt - eine Krankheit, unter der eigentlich ältere Menschen mit chronischem Bluthochdruck leiden. Aber auch die langfristigen Folgen von kindlichem Übergewicht sind bedenklich. Eine dänische Studie konnte nun zeigen, dass Übergewicht im Kindesalter das spätere Schlaganfallrisiko erhöht. Das teilte die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (bvpg) mit.

Erhöhung des Schlaganfallrisikos um bis zu 76 Prozent

Die Forscher um Line Gjærde von der Universität Kopenhagen analysierten Daten zu Gewicht und Größe von über 300.000 Schulkindern, die zwischen 1930 und 1987 geboren wurden. Diese glichen die Wissenschaftler mit nationalen Gesundheitsregisterdaten ab. Die Auswertungen zeigen, dass ein überdurchschnittlicher BMI im Alter zwischen sieben und 13 Jahren das Risiko für ischämische Schlaganfälle vor dem 55. Geburtstag erhöht - und zwar unabhängig vom Geburtsgewicht. Für spätere Schlaganfälle konnte kein signifikanter Zusammenhang mit dem BMI im Kindesalter aufgezeigt werden.  

Für Mädchen zeigte sich ein noch deutlicher Zusammenhang als bei Jungen. So war das spätere Schlaganfall-Risiko bei 13-jährigen Jungen, die den Durchschnitts-BMI um eine Standardabweichung (dies entspricht 5,9 kg) übertrafen, um 21 Prozent erhöht; zwei Standardabweichungen entsprachen einer Risikoerhöhung um 58 Prozent. Bei 13-jährigen Mädchen, deren BMI den Durchschnittswert um eine Standardabweichung (dies entspricht 6,8 kg) übertraf, betrug die Risikoerhöhung für einen frühen Schlaganfall 26 Prozent. Lag der BMI zwei Standardabweichungen über dem Durchschnitt, stieg das Schlaganfall-Risiko um 76 Prozent.

 

Frühzeitige Gewichtsreduktion zur Prävention empfohlen

Das zeigt, wie wichtig es ist, dass übergewichtige Kinder möglichst frühzeitig abnehmen - zumal die Erfahrung zeigt, dass es mit zunehmendem Alter immer schwerer wird, sein Gewicht zu reduzieren. Die Studienautoren plädieren daher für Maßnahmen zur Förderung eines gesunden Körpergewichts bei Heranwachsenden. In Deutschland sind Schätzungen zufolge mindestens 15 Prozent der Kinder im Alter zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig, und etwa sechs Prozent sind adipös - mit steigender Tendenz. Rund 80 Prozent der übergewichtigen Kinder bleiben auch als Erwachsene dick.

Foto: © kwanchaichaiudom - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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