Qualität 2030 – Die umfassende Strategie für das Gesundheitswesen

Gesundheitsstadt Berlin e.V. hat zu Beginn des Jahres 2014 bei Prof. Dr. med. Matthias Schrappe ein Gutachten beauftragt. Ziel des Gutachtens "Qualität 2030 - Die umfassende Strategie für das Gesundheitswesen" ist es, einen Ordnungsrahmen zu entwerfen, wie Qualität zur gestaltenden Kraft im Gesundheitswesen werden kann. "Qualität 2030" ist wie die "Agenda 2010" ein konzeptioneller und detaillierter Ansatz zur Reform eines großen Politikbereiches.

Ulf Fink, Vorsitzender von Gesundheitsstadt Berlin e.V., erklärt anlässlich der Vorstellung der Studie Qualität 2030: „Wir haben im Gesundheitsbereich in Deutschland 40 Jahre Kostendämpfungspolitik betrieben und damit beachtliche Erfolge erzielt. Der Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung am Bruttoinlandsprodukt ist nahezu konstant. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass die eigentliche Herausforderung für jedes Gesundheitssystem der Welt die Verbesserung der Qualität und Patientensicherheit ist. Obwohl das deutsche Gesundheitssystem eines der besten in der Welt ist, haben andere Länder auf manchen Gebieten bessere Ergebnisse vorzuweisen, wie z.B. die Niederlande in der Bekämpfung multiresistenter Erreger.

Ich begrüße sehr die mit der Koalitionsvereinbarung getroffenen Maßnahmen zur Stärkung der Qualität. Aber wir brauchen einen neuen Ordnungsrahmen  für das Gesundheitssystem, in dessen Mittelpunkt Qualität und Patientensicherheit stehen. Deshalb hat Gesundheitsstadt Berlin, mit 220 Mitgliedern das größte regionale Gesundheitsnetzwerk in Deutschland, die Studie Qualität 2030 in Auftrag gegeben.“
       
Das Gutachten nimmt  zu den zentralen Instrumenten der Qualitätsverbesserung Stellung und fordert einen umfassenden Paradigmenwechsel im deutschen Gesundheitswesen ein.

Die komplette Presseerklärung zur Vorstellung von "Qualität 2030"

Download des Gutachtens "Qualität 2030 - Die umfassende Strategie für das Gesundheitswesen"

Bericht zu "Qualität 2030" in der Ärzte-Zeitung vom 21. November 2014

Bericht zu im Deutschen Ärzteblatt vom 20. November 2014

Bericht im Monitor Versorgungsforschung (06/2014)

Interview mit Prof. Dr. Matthias Schrappe im Monitor Versorgungsforschung (06/2014)

Klappentext des Buches:

Qualität und Sicherheit dienen als Projektionsfläche für die unterschiedlichsten Problemstellungen im deutschen Gesundheitssystem. Tragfähige Zielvorstellungen als Basis für die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in Deutschland sind jedoch nicht in Sicht, Glaubwürdigkeit und Vertrauen in Instrumente und Begrifflichkeiten gehen verloren. Wir fahren fort, Menge statt Qualität zu finanzieren, sektorale Abschottung geht über Zusammenarbeit. Bei allen gesetzgeberischen Aktivitäten - ein grundlegender Reformansatz ist bislang nicht erkennbar.
Hier setzt Qualität 2030 an und schlägt einen Ordnungsrahmen für das Gesundheitswesen vor, in dem Qualität und Patientensicherheit die steuernden Faktoren sind. Es wird klar formuliert, welche grundlegenden Reformansätze erforderlich sind, welche Interventionen (z.B. Pay for Performance) notwendig sind und wie diese - ohne negative Begleiteffekte - in das System eingeführt werden können. Qualität 2030 steht zudem für einen realistischen Zeitrahmen zur Umsetzung dieses Paradigmenwechsels; das Werk ist Argumentations- und Arbeitsgrundlage für die notwendigen Reformen.

  • Kritisch: Analyse der bisherigen Ansätze mit Fehlsteuerung und Defiziten
  • Umfassend: die Agenda mit den zentralen Reformansätzen für die Zukunft
  • Konkret: dezidierte Empfehlungen an die Gesundheitspolitik


Zielgruppen
Entscheider und Gestalter in der Gesundheitsversorgung: in Krankenkassen, im öffentlichen Gesundheitswesen, in der ärztlichen Selbstverwaltung, in der Gesundheitspolitik; Leitungspersonal in Medizin, Pflege und Management mit Führungs- und Gestaltungsaufgaben in der Krankenversorgung; Studierende in Spezialstudiengängen wie Management im Gesundheitswesen, Health Care Management, Gesundheitsökonomie, Public Health; Versicherte, Patienten- und Selbsthilfeorganisationen