. Tinnitus

TK testet Smartphone-App gegen Tinnitus

Die Techniker Krankenkasse (TK) startet in Hamburg ein Pilot-Projekt für Tinnitus-Patienten. Ein Jahr lang können Versicherte kostenlos eine Smartphone-App nutzen, die die Beschwerden lindern soll. HNO-Ärzte begleiten die Behandlung.
TK-Versicherte testen neue App: Sie filtert Tinnitus-Frequenz aus Musikdateien

Musikhören könnten Tinnitus lindern - TK testet neue Filter-App

Mit der Tinnitracks-App (Hersteller: Sonormed) kann der Betroffene seine Tinnitus-Frequenz aus seiner Lieblingsmusik herausfiltern lassen. Das regelmäßige Hören der gefilterten Songs soll die die überaktiven Tinnitus-Nervenzellen beruhigen, heißt es in einer Information der TK. Damit lasse sich die Intensität des Tinnitus mildern.

Voraussetzung: Der Patient ist zwischen 18 und 65 Jahre alt. Der Tinnitus muss länger als drei Monate bestehen und die Tonhöhe sollte gleichmäßig und so schmalbandig sein, dass eine Tinnitus-Frequenz festgestellt werden kann. Die Frequenz sollte unter 8.500 Hz liegen.

App filtert Tinnitus-Frequenz aus Musik heraus

Der Arzt bestimmt zunächst die individuelle Tinnitus-Frequenz des Patienten. Diese gibt an, welche Hirnareale des Hörzentrums vom Tinnitus betroffen sind. Die Patienten erhalten dann eine Guthabenkarte, mit der sie die App kostenlos auf ihrem Smartphone installieren können.

Sie geben ihre Tinnitus-Frequenz ein. Diese Frequenz wird dann aus Musikdateien im MP3-Format herausgefiltert. Die Patienten sollten täglich für mindestens 90 Minuten ihre gefilterten Lieblings-Stücke hören. Der HNO-Arzt testet die Tinnitus-Frequenz zwei Wochen nach Therapiebeginn sowie nach drei, sechs und neun Monaten.

Zu Beginn der Therapie sowie nach sechs und zwölf Monaten wird anonym und online nach der Zufriedenheit der Patienten gefragt. Die Behandlung endet nach zwölf Monaten. Bei einer Abschlussuntersuchung kann der HNO-Arzt dann die Wirksamkeit der neuen Therapie-Methode überprüfen.

Foto: Spectral-Design

Autor: red

Weitere Nachrichten zum Thema Tinnitus

| Bei Tinnitus kann eine Musiktherapie helfen, die lästigen Ohrgeräusche zu reduzieren. Forscher haben nun eine App für das akustische Training entwickelt. Dadurch können Betroffene vom eigenen Smartphone aus die Musiktherapie anwenden.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Dass körperliche Inaktivität, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Bluthochdruck Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen sind, ist bekannt - wie ungleich diese innerhalb Deutschlands verteilt sind, jedoch weniger. Eine Studie zeigt, dass Menschen aus dem Ostteil des Landes ein ungünstigeres Risikoprofil aufweisen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.