Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Telefonaktion: Experten informieren über Lebererkrankungen

Am 20. November findet der 18. Deutsche Lebertag unter dem Motto „An die Leber denken!“ statt. An diesem Tag beantworten sechs Leber-Experten bei einer Telefonaktion alle Anrufer-Fragen rund um die Themen Leber, Lebergesundheit und Lebererkrankungen.
18. Deutscher Lerbertag

Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels

Weltweit stellen Lebererkrankungen eines der größten Gesundheitsprobleme dar und gehören zu den häufigsten Todesursachen. Allein in Deutschland gibt es mindestens fünf Millionen Leberkranke. Die Ursachen für Lebererkrankungen sind vielfältig: Häufigste Ursache für eine Leberentzündung ist die Fettleber, gefolgt von Virusinfektionen und Alkohol. Ein großes Problem ist, dass Betroffene meist erst dann Symptome bemerken, wenn bereits ernsthafte und eventuell irreparable Leber-Schäden vorliegen. Über Ursachen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten von Lebererkrankungen klärt der Deutsche Lebertag auf, der am 20. November 2017 stattfindet. Zu den Veranstaltungen gehört auch eine Telefonaktion, bei der sechs Ärzte die Fragen der Anrufer beantworten.

Leber-Experten beantworten Fragen

„Immer mehr Menschen konsultieren Dr. Google und erhalten unzählige Ergebnisse auf der Suche nach Informationen zu einer Krankheit oder zu auftretenden Beschwerden. Doch das Internet wirft auf jede medizinische Online-Anfrage zahlreiche Website-Angebote aus, die häufig nicht mit der individuellen Situation des Hilfesuchenden übereinstimmen. Daher bieten wir am 18. Deutschen Lebertag eine große Telefonaktion an, bei der ausgewiesene Leber-Experten kompetent die individuellen Anrufer-Fragen zu den Themen Leber, Lebergesundheit und Lebererkrankung beantworten“, erklären die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e. V. und die Gastro-Liga e. V., die Ausrichter des Deutschen Lebertages.

Die Leber-Experten sind am Montag, dem 20. November 2017, von 14:00 bis 16:00 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 666 39 22 erreichbar. Als Spezialisten stehen unter anderem Professor Matthias Dollinger vom Klinikum Landshut, PD Dr. Anton Gillessen vom Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup und Professor Eckart Schott vom HELIOS Klinikum Emil von Behring in Berlin zur Verfügung. Die Ausrichter des Lebertages weisen darauf hin, dass die Telefonate keinen Arztbesuch ersetzen.

 

Fettleber häufigste Lebererkrankung in Deutschland

Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels und die größte Drüse des Körpers. Die wichtigsten Aufgaben sind die Produktion lebenswichtiger Eiweißstoffe, Verwertung von Nahrungsbestandteilen, die Gallenproduktion und damit einhergehend der Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen. Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen über die Pfortader zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt.

Die häufigste Lebererkrankung in Deutschland ist die Fettleber. Doch viele Menschen wissen gar nicht, dass ihre Leber verfettet ist. Das kann fatale Folgen haben, denn aus einer Fettleber können sich Entzündungen und eine Leberfibrose (Bindegewebsvermehrung) entwickeln. Im schlimmsten Fall drohen eine Leberzirrhose (Vernarbung der Leber) und sogar Leberkrebs.

Zu den häufigsten Ursachen für eine Fettleber gehören falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, übermäßiger Alkoholkonsum und eine Diabetes-Erkrankung. Ebenfalls häufige Ursachen von Lebererkrankungen sind Infektionen wie Hepatitis B und C.

Foto: © PIC4U - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Hepatitis , Hepatitis B , Hepatitis C , Hepatitis A , Leberkrebs , Leber , Ernährung
 

Weitere Nachrichten zum Thema Lebererkrankungen

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Alkohol ist ein Zellgift, das offenbar auch Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, dass sich selbst bei ansonsten gesunden Menschen das Risiko für Vorhofflimmern signifikant erhöht. Demnach haben schon kleine Mengen einen negativen Effekt.

Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin