. Brustkrebs

Teenager: Ballaststoffe senken Brustkrebs-Risiko

Frauen, die im Teenager- und jungen Erwachsenenalter viele Ballaststoffe in Form von Obst und Gemüse essen, haben später ein niedrigeres Brustkrebsrisiko. Das ergab eine Studie von Forschern der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston.
Obst und Gemüse enthalten viele Ballaststoffe

Obst und Gemüse können das Brustkrebs-Risiko senken

Die Forscher untersuchten eine Gruppe von 90.534 Frauen, die an der Langzeitstudie Nurses’ Health Study II teilnahmen. Die Frauen führten regelmäßig Protokolle über ihre Nahrungsaufnahme, so auch während ihrer High-School-Zeit, vom Alter her vergleichbar mit der Oberstufe an Gymnasien.

Die Wissenschaftler analysierten nun die Ballaststoff-Zufuhr, registrierten die im Verlauf der Studie aufgetreteten Brustkrebs-Fälle und berücksichtigten auch andere Einfluss-Faktoren wie Brustkrebsfälle in der Familie, Body-Mass-Index, Menstruationsverlauf und Alkoholkonsum.

Teenager: Ballaststoffe verringern späteres Brustkrebs-Risiko

Das Brustkrebs-Risiko der Frauen, die im jungen Erwachsenenalter mehr Ballaststoffe aßen, war um 12 bis 19 Prozent verringert, je nachdem, wie viel sie davon zu sich nahmen. Bei einer hohen Zufuhr von Ballaststoffen war das generelle Risiko für Brustkrebs um 16 Prozent, das Risiko, vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken, um 24 Prozent reduziert.

Den größten Vorteil hatten Obst- und Gemüse-Fasern. Für jede weiteren 10 Gramm Ballaststoffe täglich, zum Beispiel über einen Apfel und zwei Scheiben Vollkornbrot oder etwa je einer halbe Tasse Bohnen und Blumenkohl, sank das Brustkrebsrisiko im Erwachsenenalter um 13 Prozent.

Ballaststoffe senken Östrogen-Spiegel im Blut

Die Forscher führen den Effekt darauf zurück, dass ballaststoffreiche Lebensmittel helfen, einen hohen Östrogenspiegel im Blut zu senken, heißt es weiter in einer Mitteilung der Hochschule. Östrogene stehen mit der Brustkrebs-Entwicklung im engen Zusammenhang.

"Von vielen anderen Studien wissen wir, dass das Brustgewebe besonders durch Karzinogene und Antikarzinogene während der Kindheit und Jugend beeinflusst wird", sagte Studien-Autor Walter Willett, Professor für Epidemiologie und Ernährung. „Wir haben jetzt Beweise dafür, dass die Ernährung des Kindes wichtiger Faktor für das Krebsrisiko im Erwachsenenalter ist.“ Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlicht.

Foto: contrastwerkstatt

Autor: red

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Brustkrebs

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Betroffene haben unter anderem Schwierigkeiten mit der sozialen Interaktion und neigen zu stereotypen Verhaltensmustern. Nun hat eine Studie gezeigt, dass der Einsatz von Neurofeedback dazu beitragen kann, die Symptome zu lindern.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Reinickendorfer Straße 61, 13347 Berlin

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Kliniken
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.