Nachrichten zum Thema Sucht
| Anders als viele denken, wird in Deutschland überdurchschnittlich viel geraucht. Weil sich nur ein Bruchteil der Raucher für eine vom Arzt begleitete Rauchentwöhnung interessiert, fordern Suchtforscher andere Lösungen. Die Gesundheitsbehörden sollten rauchfreie Alternativen wie die E-Zigarette offen promoten. Sie sei ungleich weniger schädlich als ein Weiterrauchen von Tabak.
| Kinder, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen, leiden darunter häufig ihr Leben lang. Doch Hilfe ist möglich. Das Wichtigste für die betroffenen Kinder ist, eine vertrauensvolle Beziehung zu Menschen außerhalb der Kernfamilie aufzubauen – und zu begreifen, dass sie nicht Schuld an der Krankheit ihrer Eltern sind.
| Kinder aus suchtbelasteten Familien entwickeln selbst später überdurchschnittlich häufig psychische Erkrankungen. Sie brauchen dringend mehr Unterstützung von außen. Doch für professionelle Hilfe fehlt häufig das Geld.
| Viel Freizeit, viel Geld, viel Gier nach Erfolg: „Das Spielsuchtrisiko bei Fußballprofis ist hoch“, beobachten Experten der psychosomatischen Oberberg-Fachkliniken. Aus Angst vor einem Karriere-Aus wird krankhaftes Spielen oft versteckt. Dabei kann es zu Depressionen, Angststörungen und sogar zu einer erhöhten Suizidgefahr führen.
| Übergewicht, motorische Defizite, Lernstörungen: Eine zu frühe oder unkontrollierte Nutzung elektronischer Geräte führt bei Kindern aller Altersgruppen zu „drastischen gesundheitlichen Problemen“. Hierauf weist eine Studie der Krankenkasse „pronova BKK“ hin. Am stärksten betroffen sind Kinder zwischen zehn und 13 Jahren.
| Der Konsum von Cannabis bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren ist in Deutschland weiter angestiegen. Anlässlich des Weltdrogentags 2019 warnen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor den Risiken.

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