Nachrichten zum Thema Psychiatrie
| Ob jemand nach einem belastenden Ereignis eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelt oder nicht, könnte auch mit der Schlafqualität zusammenhängen. Offenbar können traumatische Erlebnisse nicht nur Schlafstörungen auslösen, sondern diese umgekehrt auch die PTBS-Symptome verschlimmern.
| Schlaflosigkeit ist weit verbreitet. Oft sind der Lebensstil oder psychische Faktoren schuld, doch es gibt auch eine genetische Disposition. Forscher haben jüngst weitere Gene identifiziert, die mit Schlaflosigkeit in Verbindung zu stehen scheinen. Damit wurden 956 Risikogene für Insomnie entdeckt.
| Bei der Psychotherapie ist gegenseitiges Vertrauen mehr als die halbe Miete. Besonders heikel wird es, wenn während der Therapie Krisen entstehen oder Therapeuten die Spielregeln aus der Berufsordnung nicht beachten. Patienten sollten das auf keinen Fall mit sich selbst ausmachen. Denn auch für derlei Fälle gibt es Anlaufstellen, die helfen.
| Inwieweit Intelligenz angeboren ist oder durch die Umwelt beeinflusst wird, ist umstritten. Nach einer neuen Studie der Charité haben epigenetische Veränderungen des Erbguts mehr Einfluss auf die Intelligenz als bisher angenommen.
| Selbstverletzungen, häufig in der Form des sogenannten „Ritzens“, werden vor allem mit jungen Menschen und Borderline-Patienten assoziiert. Doch auch andere Personenkreise sind betroffen. Daher eröffnet das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) nun den ersten Schwerpunkt in Deutschland speziell für Erwachsene zur Behandlung und Erforschung von selbstverletzendem Verhalten.