Nachrichten zum Thema Gesundheitspolitik
| Immer mehr Menschen und Waren reisen um die Welt – und mit ihnen Krankheitserreger. Auch in Industrieländern sind scheinbar überwundene Infektionskrankheiten wieder auf dem Vormarsch. Ein Netzwerk deutscher Wissenschaftler warnt vor einer „post-antibiotischen Ära“, in der harmlose Krankheiten tödlich enden können, weil Antibiotika nicht mehr wirken, und fordert eine Intervention der Politik.
| Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.
| Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
| Beim Friseur ist es so, beim Zahnarzt – und bei den Krankenkassen: Ist man nicht zufrieden und will man wechseln, läuft viel über Mundpropaganda. Zufriedene Kunden sind deshalb ein nicht zu unterschätzender Promotion-Faktor – auch bei den gesetzlichen Krankenkassen. Eine Studie hat jetzt die TOP 3 ermittelt.
| Seit fünf Monaten übernehmen die Krankenkassen die Kosten für medizinisches Cannabis bei chronisch Erkrankten, denen kein anderes Medikament mehr hilft. Die Nachfrage ist in die Höhe geschnellt, in vielen Apotheken ist Cannabis vergriffen. Weil ein Vertriebssystem unter staatlicher Kontrolle sich erst etablieren muss, ist Deutschland noch auf Importe angewiesen.

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