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Nachrichten zum Thema FSME-Impfung
02.05.2021

Wenn wir uns beim Wandern in der Natur, bei einer Kajak-Tour oder beim Pilze Sammeln eine „Zecke“ einfangen, dann haben wir es meist mit dem in Mitteleuropa typischerweise heimischen „gemeinen Holzbock“ zu tun. Wahrscheinlich infolge des Klimawandels kommen jetzt weitere hinzu – neuerdings sogar eine aus den Tropen. Anders als die abwartenden mitteleuropäischen Spinnentiere, jagt diese möglichen Opfern aktiv hinterher.

Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen nach Zeckenbissen im Grünen mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) angesteckt wie 2020 – und Experten befürchten eine weiter steigende Tendenz. Neu ist: Die nur durch Zecken übertragene und im schlimmsten Fall tödliche Form der Hirnhautentzündung wandert Richtung Norden – und tritt in der Natur verstärkt in größeren Höhen auf.

09.03.2021

Die Temperaturen übersteigen die 8-Grad-Marke – und damit werden die Zecken wieder aktiv. Gegen eine von ihnen übertragene Krankheit gibt es eine Impfung: die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Weil für die Jahresmitte die COVID-19-Impfung für die breite Bevölkerung erwartet wird, empfehlen Experten, schon jetzt zur FSME-Impfung zu gehen. Zwei Schutzimpfungen parallel – das wäre zu riskant.

Mit Krankheiten kann man sich auf vielerlei Arten anstecken. Was den meisten nicht bewusst ist: Die häufigsten Infektionskrankheiten beim Menschen sind Zoonosen – also Erkrankungen, deren Erreger von Tieren auf Menschen übertragbar sind und umgekehrt. Die Liste beginnt bei „Affenpocken“ und endet beim „West-Nil-Fieber“. Neu auf der Liste: das Coronavirus SARS-CoV-2.

Zecken werden immer wieder gerne als „Blutsauger“ tituliert. Da denkt man sofort an Vampirfilme – und die Phantasie nimmt ihren Lauf. Klug ist es, Zecken ernst zu nehmen, denn sie können Infektionskrankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen. Wer über Gefahren durch Zecken und den Umgang damit gut informiert ist, kann die kleinen Spinnentiere dabei aber auch gelassen nehmen.

Endlich werden die Ausgangsbeschränkungen ein wenig gelockert – nach Wochen des Eingesperrtseins im Homeoffice oder in Quarantäne ist die Lust noch größer als sonst, ins Grüne ist zu entfliehen. Ausgerechnet in der Coronakrise ist aber auch die Gefahr eines Zeckenstichs besonders groß, warnt das Deutsche Rote Kreuz – aus drei Gründen.

Pilzesammler, aufgepasst! Wer jetzt in den Wald geht, sollte nicht nur an die Verwechslungsgefahr durch Giftpilze denken, sondern auch an die Zeckengefahr. Die schwarz-braunen Parasiten können Infektionskrankheiten mit Spätfolgen übertragen – vor allem die Borreliose.

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