Nachrichten zum Thema Forschung
| COVID-19-Impfstoffe vorschnell und leichtfertig einsetzen: Statt eine Pandemie zu beenden, könnte das selbst zur Katastrophe werden. Während in Russland oder China Präparate verdächtig früh auf den Markt kamen, bestehen die westlichen Arzneimittelbehörden darauf, dass Wirksamkeit und Unschädlichkeit wissenschaftlich überzeugend belegt sind. Hierfür gibt es die „klinischen Phasen I, II und III“.
| Das Uniklinikum Freiburg gilt als Forschungsschwerpunkt für Immunantworten des Körpers auf Infektionskrankheiten. Ein Forscherteam des Klinikums, das COVID-19-Patienten behandelt und nach überstandener Krankheit weiter betreut, kommt jetzt zu dem Schluss: Das Immungedächtnis schützt die Mehrheit der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, vor einer Neuinfektion.
| Einen Impfstoff zu entwickeln, geht heute viel schneller als noch vor einigen Jahren. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen diese Beschleunigung möglich. Zu den noch kaum bekannten, aber vielversprechenden Impfstoffkandidaten gegen die Coronaviruserkrankung gehören auch die sogenannten Vektor-Impfstoffe.
| Virologen der Universitätsklinik Frankfurt haben zwölf Wochen lang Corona-Abstriche aus Kindertagesstätten in Hessen untersucht. Das Ergebnis: Zwei Probanden wurden positiv getestet – Erzieherinnen. Von den Kindern war kein einziges infiziert. Das ist deshalb besonders überraschend, weil sich Erkältungen oder die saisonale Grippe in Kitas und Schulen erfahrungsgemäß sehr schnell verbreiten.
| In der Corona-Pandemie werden Impfstoffe entwickelt, die gleich in doppelter Hinsicht neu sind: erstens, weil sie gegen ein neuartiges Virus wirken sollen; zweitens, weil es hier um eine völlig neue Generation von Impfstoffen geht. Ein Beispiel dafür: der mRNA-Impfstoff.
| Gut essen – und dabei unfreiwillig Mikroplastik mitessen: keine gesunde und appetitliche Vorstellung. Für Liebhaber von Fischfilets gibt es jetzt eine gute Nachricht. Eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts ergab: Zumindest beim Wolfsbarsch gelangen Kunststoffpartikel aus der Nahrungskette in Blut und Organe, aber kaum ins Muskelfleisch. Für ihr Experiment fütterten die Forscher Fische vier Wochen lang mit einem Futtermittel, das sehr kleine und viele Mikroplastikteilchen enthielt.
| Das Coronavirus vermehrt sich in den Körperzellen Infizierter rasend schnell. Dazu muss das Virus sein Erbgut vervielfältigen. Die dafür verantwortliche „Kopiermaschine“ haben Forscher des Max-Planck-Instituts jetzt entschlüsselt. Damit lassen sich neue antivirale Substanzen erforschen – und schon existierende Wirkstoffe daraufhin testen, ob sie gegen COVID-19 helfen.
| Impfstoffe und Medikamente gegen ein vor wenigen Monaten noch völlig unbekanntes Virus lassen sich nicht so einfach aus dem Hut zaubern. Aber die Zeit drängt und die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten läuft auf Hochtouren. Allein in Deutschland forschen 28 derzeit Unternehmen der Pharmaindustrie an Arzneimitteln, mit deren Hilfe es gelingen soll, die Pandemie in den Griff zu bekommen.
| Erst mal grob fünf auf einmal testen und nur bei Verdacht dann ins Detail gehen: Dieses Prinzip aus der AIDS-Diagnostik haben Frankfurter Wissenschaftler jetzt auf das Coronavirus übertragen. Bis zu 400.000 Corona-Tests am Tag könnten damit künftig in Deutschland durchgeführt werden, heißt es beim hessischen Wissenschaftsministerium – zehnmal so viele wie bisher.
| Schon ein eintägiger Aufenthalt im Wald kann Anzahl und Aktivität der „Killerzellen“ des menschlichen Immunsystems messbar steigern – ein bis zu dreitägiger entsprechend mehr. Das ist das Ergebnis eines Experiments der Waldgesundheitsexpertin Melanie Adamek. „Waldbaden“ sei eine natürliche Option, um sich gegen Infektionskrankheiten wie Covid-19 zu wappnen.

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