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Nachrichten zum Thema Forschung

Dioxin in der Muttermilch, Weichmacher im Spielzeug, Mikroplastik in Kosmetika? Bei der Suche nach den Ursachen von Kreidezähnen bei Kindern steht die Forschung noch am Anfang. Der „Barmer-Zahnreport 2021“ stützt jetzt eine weitere Hypothese und kommt nach der Analyse von Behandlungsdaten zu dem Schluss: „Kinder haben häufiger Kreidezähne, wenn sie in den ersten vier Lebensjahren bestimmte Antibiotika erhalten haben.“

07.07.2021

Wenn noch vor 100 Jahren ein Mensch an Diabetes Typ 1 erkrankte, war das sein Todesurteil. Eine Behandlung der Krankheit gab es nicht. Genau vor 100 Jahren dann, im Juli 1921, entdeckten kanadische Mediziner das Blutzuckerspiegel-regelnde Hormon Insulin, das zugleich als Medikament eingesetzt werden kann. Vieles hat sich seit damals getan. Aktuell arbeitet die Forschung sogar an Insulinen, die mitdenken.

Corona-Masken verringern das Infektionsrisiko. Der Preis dafür: Sie dämpfen die Lautstärke und verschlechtern die Fähigkeit, sich klar zu artikulieren. Das macht zuhören und verstehen anstrengend und verleitet viele dazu, die Maske dafür abzunehmen. Wissenschaftler der Universitätsmedizin Halle haben jetzt die Kommunikation unter Pandemie-Bedingungen erstmals mit psychoakustischen Messverfahren untersucht.

06.07.2021

Cluster-Kopfschmerzen gehören zu den massivsten Schmerzerlebnissen, die Menschen heimsuchen können. Bei vielen chronisch Betroffenen aber schlagen hier Medikamente nicht an. Eine Behandlungsalternative kann die „Okzipitalnerven-Stimulation“ sein – ein herzschrittmacherähnliches elektrisches Impulsgerät.

Corona-Schnelltests erhalten eine behördliche Zulassung, wenn ihnen Labordaten eine hohe Zuverlässigkeit bescheinigen. Das Problem: In der Regel bescheinigt sich der Hersteller eine hervorragende Qualität selbst. Schnelltests schlagen aber nicht bei über 90 Prozent der Testpersonen mit Infektion an, wie behauptet, sondern nur bei 42. Das besagt eine Studie der Universität Würzburg.

02.07.2021

Für viele Covid-19-Patienten ist die Krankheit auch nach einer überstandenen Infektion nicht vorbei. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Trotz einer erfolgreichen Behandlung im Krankenhaus fehlten Long-Covid-Patienten in den darauf folgenden neun Monaten 61 Tage krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Das ist viermal so viel wie der Durchschnitt der Erwerbstätigen.

Ab 1. Juli müssen Unternehmen kein Homeoffice mehr anbieten. In den vielen Monaten der Tele-Arbeit aber ist die Zeit nicht stehen geblieben: Mitarbeitende und Organisation haben sich während der Pandemie verändert. Psychologen stufen das Corona-Homeoffice als „kleinen Auslandsaufenthalt“ ein und geben Tipps, wie ein Kulturschock bei der Rückkehr ins Büro bewältigt werden kann.

Die körperlichen Wirkungen und Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille sind intensiv erforscht, die Auswirkungen auf das Sozialverhalten kaum. WissenschaftlerInnen der Uni Trier haben letzteres jetzt getan und kommen zu dem Schluss: Frauen ohne hormonelle Verhütung sind einfühlsamer und stärker bereit, Dinge mit anderen zu teilen.

33 Prozent der deutschen Kliniken verbuchen rote Zahlen, 13 Prozent sind sogar von einer erhöhten Insolvenzgefahr betroffen. Das ergibt sich aus dem „Krankenhaus Rating Report“. Nur dank staatlicher Ausgleichszahlungen für die Einnahmeausfälle während der Covid-19-Pandemie konnten die Kliniken vorübergehend etwas durchatmen.

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