Nachrichten zum Thema Forschung
| Menschen sind fähig, ein breites Spektrum an Emotionen zu erleben. Wie Liebe zum Beispiel gehören auch Schuldgefühle zu den komplexen Emotionen und sind damit für die Wissenschaft besonders interessant. Zwei Hochschulen in Thüringen haben in einer Studie Daten zu Schuldgefühlen in der Bevölkerung erhoben und analysiert – mit einem überraschenden Ergebnis, was Männer und Frauen betrifft.
| Über Jahre zuviel Süßes oder Salziges, zuviel geraucht, getrunken oder zuviel Stress: Bluthochdruck zu bekommen, ist leicht, ihn loszuwerden dagegen schwieriger – auch, weil blutdrucksenkende Medikamente Nebenwirkungen haben. Eine Studie der Fastenklinik Buchinger Wilhelmi zeigt: Fasten kann Bluthochdruck auf natürliche Weise schon innerhalb von zehn Tagen reduzieren – kurzfristig jedenfalls.
| Eng anliegende Stoffmasken tragen – das ist ein mittlerweile anerkanntes Mittel im Kampf gegen COVID-19. Aber sie erschweren das Atmen und man sieht Leute nicht mehr lächeln. Deswegen steigen viele auf Klarsichtmasken um, die mehr Raum zum Atmen geben und Gesichter wieder sichtbar machen. Aber schützen sie auch so gut, wie sie es sollten und wie die Hersteller es versprechen?
| COVID-19-Impfstoffe vorschnell und leichtfertig einsetzen: Statt eine Pandemie zu beenden, könnte das selbst zur Katastrophe werden. Während in Russland oder China Präparate verdächtig früh auf den Markt kamen, bestehen die westlichen Arzneimittelbehörden darauf, dass Wirksamkeit und Unschädlichkeit wissenschaftlich überzeugend belegt sind. Hierfür gibt es die „klinischen Phasen I, II und III“.
| Das Uniklinikum Freiburg gilt als Forschungsschwerpunkt für Immunantworten des Körpers auf Infektionskrankheiten. Ein Forscherteam des Klinikums, das COVID-19-Patienten behandelt und nach überstandener Krankheit weiter betreut, kommt jetzt zu dem Schluss: Das Immungedächtnis schützt die Mehrheit der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, vor einer Neuinfektion.
| Einen Impfstoff zu entwickeln, geht heute viel schneller als noch vor einigen Jahren. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen diese Beschleunigung möglich. Zu den noch kaum bekannten, aber vielversprechenden Impfstoffkandidaten gegen die Coronaviruserkrankung gehören auch die sogenannten Vektor-Impfstoffe.
| Virologen der Universitätsklinik Frankfurt haben zwölf Wochen lang Corona-Abstriche aus Kindertagesstätten in Hessen untersucht. Das Ergebnis: Zwei Probanden wurden positiv getestet – Erzieherinnen. Von den Kindern war kein einziges infiziert. Das ist deshalb besonders überraschend, weil sich Erkältungen oder die saisonale Grippe in Kitas und Schulen erfahrungsgemäß sehr schnell verbreiten.
| In der Corona-Pandemie werden Impfstoffe entwickelt, die gleich in doppelter Hinsicht neu sind: erstens, weil sie gegen ein neuartiges Virus wirken sollen; zweitens, weil es hier um eine völlig neue Generation von Impfstoffen geht. Ein Beispiel dafür: der mRNA-Impfstoff.
| Gut essen – und dabei unfreiwillig Mikroplastik mitessen: keine gesunde und appetitliche Vorstellung. Für Liebhaber von Fischfilets gibt es jetzt eine gute Nachricht. Eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts ergab: Zumindest beim Wolfsbarsch gelangen Kunststoffpartikel aus der Nahrungskette in Blut und Organe, aber kaum ins Muskelfleisch. Für ihr Experiment fütterten die Forscher Fische vier Wochen lang mit einem Futtermittel, das sehr kleine und viele Mikroplastikteilchen enthielt.
| Das Coronavirus vermehrt sich in den Körperzellen Infizierter rasend schnell. Dazu muss das Virus sein Erbgut vervielfältigen. Die dafür verantwortliche „Kopiermaschine“ haben Forscher des Max-Planck-Instituts jetzt entschlüsselt. Damit lassen sich neue antivirale Substanzen erforschen – und schon existierende Wirkstoffe daraufhin testen, ob sie gegen COVID-19 helfen.

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