Nachrichten zum Thema Berufskrankheiten
| Aus Gründen des Infektionsschutzes arbeiten Massen von Erwerbstätigen jetzt plötzlich im „Homeoffice“ – aber damit oft an keinem ergonomisch eingerichteten Tele-Arbeitsplatz. Wer ein paar Regeln beachtet und Stuhl und Tisch richtig einstellt, kann Fehlhaltungen und Rückenschmerzen vorbeugen – sogar wenn kein Arbeitszimmer zur Verfügung steht und der Küchentisch als Lösung herhalten muss.
| Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Sie entstehen meist als Folge von einseitiger Belastung, langem Sitzen oder Fehlhaltungen. Arbeitnehmer, die körperlich arbeiten, Männer und Ältere sind besonders oft deswegen krankgeschrieben. Dabei kann man Rückenschmerzen vorbeugen: durch viel Bewegung, rückenfreundliche Arbeitstechniken – und ergonomische Sessel oder Betten.
| 80 Prozent aller Infektionskrankheiten werden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ungewaschene Hände übertragen. Unsichtbar verteilen sich damit Bakterien und Viren auf Alltagsgegenstände, die dann von anderen berührt werden. Manche PC-Tastatur ist stärker keimbelastet als eine Klobrille.
| 26,3 Tage pro Jahr im Schnitt fallen Arbeitnehmer krankheitsbedingt aus, wenn sie zu den Berufen mit den höchsten Krankenständen gehören. Bei den „gesündesten“ Berufen dagegen sind es nicht einmal halb so viele. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) entscheidet der Beruf mit: bei der Länge der Krankschreibung – und bei den Diagnosen.
| Ein Bandscheibenvorfall ist schmerzhaft und schränkt die Lebensqualität für Wochen ein. Experten der „Aktion Gesunder Rücken“ warnen aber vor der überstürzten Entscheidung für eine Operation. Sie raten stattdessen, Geduld für eine nicht-operative Therapie mitzubringen und auf die Selbstheilungskräfte des Körpers zu vertrauen.
| Seit 2013 sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, auch psychische Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu erfassen und, wenn nötig, etwas dagegen zu unternehmen. Dem aktuellen Arbeitssicherheitsreport der Dekra zufolge ignoriert aber die Mehrheit der Klein- und Mittelbetriebe diese Vorschriften – obwohl sie dazu dienen, stressbedingte Erkrankungen und Personalausfälle zu verhindern.

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