. Heuschnupfen

Tablette gegen Pollenallergie im Test

Die Birkenpollen sind im Anflug - für viele Pollenallergiker beginnt damit die Heuschnupfen-Saison. Das Interdisziplinäre Centrum für Allergologie in Leipzig (LICA) testet in einer Studie eine neue Tabletten-Therapie.
Hoffnung auf neue Therapien der Pollenallergie

Forscher testen Tablette gegen Birkenpollenallergie

"Wir gehören zu den wenigen Studienzentren in Deutschland, die an der Testreihe beteiligt sind", so Prof. Regina Treudler, geschäftsführende ärztliche Leiterin des Leipziger Allergiezentrums. Die Teilnahme an der Studie ist für die Patienten interessant, die auf Birkenpollen mit schwerem allergischen Schnupfen oder Atembeschwerden reagieren.

2016 soll ein besonders starkes Birkenpollenjahr werden, das sagen Botaniker voraus. Der Baum spielt aus der Sicht von LICA ohnehin eine große Rolle: 50 Prozent aller Baumpollen, die bei Allergikern Heuschnupfen auslösen, stammen von der Birke.

Messstation soll helfen, Pollenallergiker besser zu behandeln

Im Dezember und Januar hatten die Experten bereits mit den Folgen von Haselpollen zu tun. Der zurückliegende Winter war ziemlich warm, wodurch die Pflanze sehr zeitig zu blühen begann. In früheren Jahren begann die Blüte meist erst im Februar.

"Leipzig gehört leider noch nicht zu den Städten, in denen wissenschaftliche Daten zum Pollenflug erhoben werden", so Prof. Treudler. „Wir streben den Aufbau einer Pollenfalle auf dem Gelände des Universitätsklinikums an. Damit wird es möglich, die aktuelle Belastung durch Pollen zu messen, wodurch wir unsere Patienten besser beraten und behandeln können.“ Die Daten sollen auf der Internetseite des Allergiezentrums veröffentlicht werden.

Auch Medikamente gegen Neurodermitis im Test

Gräserpollen-Allergiker und Neurodermitiker können derweil auf den Sommer hoffen: Dann wird es in Leipzig Studien geben, bei denen neue Medikamente für diese Patientengruppe getestet werden. Das LICA wurde 2015 durch die deutschen Allergiegesellschaften als Zentrum zertifiziert. Allergie-Spezialisten aus den Haut-, Kinder- und HNO-Kliniken sowie der Labormedizin des Universitätsklinikums stehen im regelmäßigen interdisziplinären Austausch, zu dem gemeinsame Fallkonferenzen gehören.

Neben den Pollenallergien verzeichnet das Zentrum auch aufgrund anderer Beschwerden einen hohen Zulauf: Nach den Beobachtungen der Forscher nehmen die Fälle von Nahrungsmittel- und Insektengiftallergien zu.

Foto: PhotoSG

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
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