. Gang- und Standsicherheit

Stürze im Alter vermeiden

Stürze bei alten Menschen sind oft folgenschwer. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat nun Tipps herausgegeben, wie sich die Stand- und Gangsicherheit im Alter verbessern und Stürze vermeiden lassen.
Stürze im Alter vermeiden

Mit den richtigen Hilfsmitteln lassen sich Stürze vermeiden

Im Alter nimmt die Muskulatur ab und die Reaktionsgeschwindigkeit lässt nach. Das führt häufig zu einer allgemeinen Unsicherheit beim Stehen und Gehen, und auch Stürze treten vermehrt auf. Doch ältere Menschen können einiges tun, um Stürze und die dadurch bedingten Verletzungen zu vermeiden. Um die Betroffenen zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nun Broschüren zum Thema Gleichgewicht und Kraft bei älteren Menschen herausgegeben, in denen gezeigt wird, wie Stand- und Gangsicherheit im Alter trainiert werden können.  

Mit einfachen Übungen zu mehr Gangsicherheit

Das Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ ist Teil des Projekts „Gesund und aktiv älter werden“ der BzgA. Es soll körperliche Aktivität und Beweglichkeit und damit auch die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen in Deutschland fördern, Pflegebedürftigkeit hinausschieben und die Öffentlichkeit für das Thema Gesundheit im Alter sensibilisieren. Die aktuell herausgegebenen Broschüren sollen dazu beitragen.

Maßgeblich für mehr Stand- und Gangsicherheit und für die Prävention von Stürzen sind mehr Balance und Kraft, wie die BZgA in der Broschüre „Gleichgewicht und Kraft – Das Übungsprogramm – Fit und beweglich im Alter“ berichtet. Hier finden sich Übungen für sicheres Stehen und Gehen und mehr Mobilität. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Selbständigkeit und Lebensqualität in jedem Lebensalter erhalten oder sogar verbessern, so die BZgA. Bereits einfache Übungen, die leicht in den Alltag integriert werden können, können demnach weitreichende positive Effekt haben.

Beweglichkeit und Kraft schützen vor Stürzen

Neben den Übungen liefern die Broschüren auch weitere Informationen zum Thema Stand- und Gangsicherheit, beispielsweise Hinweise zu Hilfsmitteln, sowie nützliche Adressen zum Thema. Der Trainingsteil enthält nach Angaben der BZgA nur Maßnahmen und Übungen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Die wichtigste Voraussetzung für die Vermeidung von Stürzen im Alter ist eine allgemeine körperliche Fitness. Neben speziellen Übungen sind daher auch regelmäßige Spaziergänge und ein Muskelaufbautraining zur Prävention sehr sinnvoll. Denn die Betroffenen erhalten dadurch mehr Kraft, um sich bei Stürzen abzufangen, sie können schneller reagieren, und zudem schützen die Muskeln das Skelett und die Gelenke. Experten raten zudem, bei Unsicherheiten beim Stehen oder Gehen mit dem behandelnden Arzt über Gegenmaßnahmen zu sprechen. 

Foto: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

Autor: red

Weitere Nachrichten zum Thema Stand- und Gangsicherheit im Alter

| Ältere Menschen haben ein erhöhtes Unfallrisiko – und das nicht nur im Straßenverkehr. Stürze ereignen sich oftmals zu Hause. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die Unfallgefahren im Haushalt reduzieren.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Zu viel Salz reduziert die Anzahl der Milchsäurebakterien im Darm. Dadurch können verschiedene Krankheiten entstehen. Das hat eine Studie eines internationalen Forscherteams gezeigt, die jetzt im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde.
Über die vorbeugende Wirkung von Vitamin D wird schon länger diskutiert. Eine Meta-Studie fand keinen Effekt bei Leiden wie Diabetes oder Krebs. Das Vitamin könnte aber Erkältungskrankheiten verhindern und Asthmatikern helfen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

KZV Berlin, großer Sitzungssaal, Georg-Wilhelm-Straße 16, 10711 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.