. „Gesundheit zum Mitmachen“

Studie zeigt: Sport hält jung

Wer regelmäßig Sport treibt, wird seltener krank und kann den Alterungsprozess in einigen körperlichen Bereichen um zehn Jahre zurückdrehen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“.
Sport hält jung

Forscher beobachten die Langzeitauswirkungen von Sport auf die Gesundheit

Sport verbessert das subjektive Wohlbefinden und die Lebensqualität. Aber nicht nur das: Regelmäßige Bewegung kann uns jung halten. Eine aktuelle Auswertung der Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“ des Karlsruher Instituts für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigt, dass sportlich aktive Menschen motorisch gesehen zehn Jahre jünger sind als jene, die sich kaum bewegen. „Der 50-jährige Aktive ist so fit wie der 40-jährige Inaktive", kommentiert Professor Klaus Bös, einer der Studienkoordinatoren, die Ergebnisse.

Weniger Krankheiten durch zwei Stunden Bewegung

Dass Sport in Maßen gesund ist, wissen Forscher schon lange. Neu ist jedoch die Beobachtung der Auswirkungen von Sport über einen so langen Zeitraum. Seit 25 Jahren verfolgen die Wissenschaftler des KIT an rund 500 Einwohnern von Bad Schönborn die Auswirkungen von regelmäßigem Sport auf die Gesundheit. Bislang wurden die Probanden, die zwischen 35 und 80 Jahre alt sind, fünfmal auf die Parameter Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer oder Feinmotorik getestet. Außerdem werden regelmäßig ihre Blut- und Körperfettwerte sowie das seelische Wohlbefinden ermittelt.

Die Ergebnisse: Im Alter nehmen gesundheitliche Einschränkungen zwangsläufig zu. Doch wer Sport treibt, ist seltener davon betroffen. Das gilt für gesundheitliche Probleme in den Bereichen Herz-Kreislaufsystem, Orthopädie und Neurologie. Zudem entwickeln Nicht-Sportler viermal so häufig eine Typ-2-Diabetes wie sportlich Aktivere. Schon zwei bis zweieinhalb Stunden Sport pro Woche genügen, um deutliche gesundheitliche Effekte zu erreichen. Ein weiteres interessantes Ergebnis: Nicht mal die Hälfte der Probanden erreichten diese zweieinhalb Stunden wöchentlicher Bewegung, die auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen werden.

 

Sport verbessert die Lebensqualität

Die Sportwissenschaftler betonen, dass Sport nicht nur den Körper stärkt, sondern sich bereits in geringem Umfang positiv auf das Empfinden, das Stresserleben sowie die allgemeine Lebensqualität auswirkt. Sportliche Aktivität kann zudem die Einbindung in soziale Netzwerke fördern, was ebenfalls das Wohlbefinden steigert.

In ihrer Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“ gehen die Wissenschaftler des KIT in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Schönborn Fragen rund um die Gesundheit nach. Angeleitet werden sie dabei unter anderem von folgenden Überlegungen: Wie verändern sich Aktivität, Fitness und Gesundheit der Menschen im mittleren und späteren Erwachsenenalter? Warum werden einige krank, während andere bei gleichen Lebensbedingungen gesund bleiben? Und welche Effekte hat sportliche Aktivität auf die Gesundheit?

Foto: © Konstantin Yuganov - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sport
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sport und Gesundheit

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Vitamin D stärkt nicht die Knochen: Es erhöht bei älteren Erwachsenen weder die Knochendichte noch schützt es vor Knochenbrüchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Meta-Studie.
Tiere und Pflanzen leben und ruhen entlang dem Lauf der Sonne. Der Mensch hat Elektrizität und macht auch die Nacht zum Tag – dabei widerstrebt das auch seiner Natur. Arbeiten im Schicht- oder Nachtdienst irritiert die innere Regie des Körpers, stört den Schlaf und erhöht das Risiko für eine Vielzahl von Erkrankungen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.