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Stickstoffdioxid – Woher kommt es und wie wirkt es auf unsere Gesundheit?

Wie schädlich ist Stickstoffdioxid wirklich? Und sind die aktuellen Grenzwerte angemessen? Darüber diskutieren Experten und Laien derzeit in der Bundesrepublik. Denn es geht auch um Deutschlands geliebtestes Kind: das Auto.
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Stickstoffdioxid schädigt nachweislich die Atemwege

Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass die aktuelle Belastung der Atemluft mit Feinstaub und Stickoxiden unsere Gesundheit schädigt. Aber ist das überhaupt so genau zu analysieren und sind die Folgen der einzelnen Belastungen auseinanderzuhalten? Wie schädlich ist beispielsweise Stickoxid wirklich? Diese Fragen werden immer wieder gestellt. Tatsächlich treten hohe Feinstaub- und Stickoxidwerte häufig gemeinsam auf, zusätzlich oft kombiniert mit einer starken Lärmbelastung, die ebenfalls gesundheitlich schädlich sein kann. Diese Einwände sind Grund für so manchen, die Ergebnisse von Studien anzuzweifeln – zu Unrecht, wie die Autoren einer Expertise jüngst betont haben. Ihrer Auffassung nach schädigen sowohl Feinstaub als auch Stickoxid und Ozon nachweislich die Gesundheit.

Der Bericht wurde von einem internationalen Forscherteam unter Leitung von Prof. Annette Peters (Helmholtz Zentrum München & LMU) und Prof. Barbara Hoffmann (Universität Düsseldorf) erstellt. Dabei gehen die Wissenschaftler unter anderem gesondert auf die gesundheitlichen Gefahren durch Stickoxide ein.

Stickoxide verengen die Bronchien

Stickoxide oder NOx umfassen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Sie entstehen bei Verbrennungsprozessen und ihre Hauptquellen sind Verbrennungsmotoren sowie Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle. Vor allem Dieselmotoren sind bei dem Thema ins Gerede gekommen, da sie als eine der wichtigsten Emissionsquellen für Stickoxide in der Luft gelten.

Stickoxide werden überwiegend als Stickstoffmonoxid (NO) emittiert. In der Atmosphäre oxidieren sie zu Stickstoffdioxid (NO2). Stickstoffdioxid ist dabei der Stoff, der für die Gesundheit problematisch ist. Er greift die menschlichen Schleimhäute an und reizt daher die Atemwege. In hohen Konzentrationen kann es zu akuten Entzündungen kommen.

 

NO2 ist besonders schädlich für Kinder

Stickstoffdioxid gilt als „wahrscheinlich kausal“ für das Auftreten von Atemwegserkrankungen und verschlechtert Studien zufolge die Gesundheit von Asthmatikern. Problematisch ist es auch für Menschen, die bereits vorgeschädigte Atemwege haben wie Asthma-Patienten oder Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Das liegt daran, dass Stickstoffdioxid auch in geringeren Konzentrationen die Bronchien und Blutgefäße verengt. Für Kleinkinder ist eine Belastung der Atemluft noch gefährlicher als für Erwachsene, da der Atemluftaustausch im Verhältnis zur Körpermasse bei ihnen viel größer ist als bei Erwachsenen.

Auch Herzkreislauferkrankungen und Diabetes werden in Zusammenhang mit Stickstoffdioxid gebracht. Zudem sind Stickoxide Vorläufersubstanzen von Ozon, das ebenfalls eine stark reizende Wirkung auf die Atemwege hat. Auch tragen Stickoxide zur Bildung von Feinstaub bei, das selbst wiederum schädlich für die Gesundheit ist.

Foto: © blende11.photo - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
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