. Digitalisierung

Startschuss für bundesweite Notruf-App

Im Rahmen seiner Strategie „Intelligente Vernetzung“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Entwicklung einer Notruf-App. Im Laufe der nächsten sieben Monate soll der Prototyp erprobt werden.
Bundesweite Notruf-App

Eine bundesweite Notruf-App soll bald verfügbar sein

Die Digitalisierung wird zunehmend zur umfassenden und alltäglichen Erfahrung. Sie verändert die Art und Weise, wie Menschen leben, zusammenarbeiten und sich miteinander austauschen. Im Rahmen der Digitalen Agenda wurde die Initiative „Intelligente Vernetzung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ins Leben gerufen, um die großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen aus der digitalen Vernetzung in den fünf Sektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung besser zu nutzen. „Intelligente Vernetzung“ steht für die Weiterentwicklung und optimierte Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in diesen Sektoren.

Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen

Im Rahmen dieser Strategie fördert das BMWi auch die Entwicklung einer Notruf-App. In den nächsten sieben Monaten soll der Prototyp zudem modellhaft mit ausgewählten Leitstellen erprobt werden, wie das Ministerium mitteilt.

„Das Notrufsystem in Deutschland zählt zu den besten der Welt“, erklärt Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. „Das soll auch in Zeiten der Digitalisierung so bleiben. Bislang kann man einen Notruf ausschließlich über die Notrufnummern 110 und 112 absetzen. In Zeiten von Smartphones und Apps ist das nicht mehr zeitgemäß. Daher setze ich mich dafür ein, den Notruf weiterzuentwickeln und auch mobile Endgeräte einzubinden. Mit einer Notruf-App, über die man bundesweit jederzeit und auch ohne zu sprechen einen Notruf absenden kann, nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung und schaffen mehr Sicherheit für alle", so die Ministerin.

Notruf absetzen, ohne zu sprechen

Der direkte Kontakt zwischen Notrufendem und Leitstelle ist ein zentrales Qualitätsmerkmal des deutschen Notrufsystems. Denn jeder Zwischenschritt kostet Zeit. Das Ziel der Förderung ist daher eine App, die den Notruf direkt vom Smartphone in die örtlich zuständige Leitstelle von Polizei und Feuerwehr sendet. Die Kommunikation mit der Leitstelle erfolgt anhand eines textbasierten Chatsystems. So kann z.B. auch dann schnell und unauffällig Hilfe organisiert werden, wenn man mit einem Sprachanruf unerwünschte Aufmerksamkeit erregen und sich selbst in Gefahr bringen würde.

Die App soll für alle gängigen Smartphone-Plattformen verfügbar und in jeder Leitstelle Deutschlands einsetzbar sein. Das BMWi entwickelt und erprobt die Notruf-App gemeinsam mit den betroffenen Ressorts, den Ländern, Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und anderen betroffenen Organisationen.

Foto: © Bernd Leitner - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Schlaganfall , Herzinfarkt , Medizintechnik

Weitere Nachrichten zum Thema Notruf

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Der Hefepilz Candida auris ist weltweit auf dem Vormarsch. Gefährdet sind vor allem Personen mit einem bereits geschwächten Immunsystem; bei ihnen kann eine Infektion sogar tödlich verlaufen. In Deutschland gibt es bislang aber nur wenige Fälle.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Praxis Dr. Becker, Wittenbergplatz 2, 10789 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.