Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Sorge vor Krebs und Demenz am größten

Montag, 2. Dezember 2013 – Autor:
Nach einer aktuellen Umfrage der DAK Gesundheit fürchten sich die meisten Menschen davor, einmal an Krebs zu erkranken. Bei den über 60-Jährigen ist die Sorge vor Demenz allerdings noch größer als die Furcht vor Krebs und Schlaganfall.
Sorge vor Krebs und Demenz am größten

Krebs macht den Deutschen immer noch am meisten Angst

Vor welchen Krankheiten fürchten sich die Deutschen am meisten? Eine Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit vom November 2013 zeigt: Aktuell haben 67 Prozent der befragten erwachsenen Deutschen am meisten Angst vor einem bösartigen Tumor. An zweiter Stelle kommt mit 48 Prozent die Angst vor Alzheimer und Demenz. Das sind drei Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Erst an dritter Stelle stehen die Sorge vor einem Schlaganfall (47 %), gefolgt vor der Angst vor einem schweren Unfall (45 %) oder einem Herzinfarkt (39 %).

Je nach Altersgruppe ist die Angst vor Krankheit jedoch sehr unterschiedlich. Die Angst vor Krebs ist laut DAK-Studie bei den 30- bis 44-Jährigen mit 73 Prozent am stärksten ausgeprägt. Eine jährliche Krebsvorsorge nehmen laut DAK-Befragung 54 Prozent dieser Altersgruppe wahr, jeder Dritte macht jedes Jahr einen Gesundheits-Check, vor allem um Herz-Kreislauferkrankungen zu erkennen.

Die Sorge vor Demenz hat in den letzten Jahren zugenommen

Bei den über 60-Jährigen dreht sich das Verhältnis um: So fürchten sich mit 58 Prozent mehr Senioren vor Demenz als vor Krebs. Jeder zweite dieser Altersgruppe hat Angst vor einem Schlaganfall.

Seit 2010 befragt das Forsa-Institut im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit deutschlandweit etwas 3.000 erwachsene Männer und Frauen über ihre Angst vor Krankheiten. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Sorge vor Alzheimer oder Demenz gestiegen. Die Angst vor Krebs Unfall oder Herzinfarkt hingegen ist insgesamt zurückgegangen, wenngleich Krebs immer noch an erster Stelle steht.

Annett Saal, Expertin der DAK-Gesundheit: „Aktuell leiden in  Deutschland  rund 1,3  Millionen Menschen unter einer Demenz und wir vermuten, dass sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 verdoppeln könnte. Diese Entwicklung macht vielen Menschen Angst.“

 

Mehrheit der Deutschen fühlt sich gesund

Befragt nach ihrem aktuellen Gesundheitszustand bezeichnen sich immerhin 88 Prozent der Menschen als gesund. An der Spitze liegen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. das Land Brandenburg bildet das bundesweite Schlusslicht: Hier bezeichnen 80 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut.  

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin , Pflege
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Krebs , Demenz , Alzheimer , Schlaganfall
 

Weitere Nachrichten zum Thema Volkskrankheiten

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Während es die Evolution so eingerichtet hat, dass Babys gern geknuddelt werden, um sich gesund zu entwickeln, sind Berührungen unter Erwachsenen nicht mehr so selbstverständlich. Dabei sind für sie genauso wichtig und gesund. Beispiel: Stressabbau.

 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin