Sonnenstich, Hitzschlag – das sind die Symptome

Die anhaltende Hitze in Deutschland ist nicht nur angenehm. Besonders kranke und ältere Menschen bekommen schnell Kreislaufprobleme. Ein paar Regeln können helfen, einen Sonnenstich oder Hitzschlag zu vermeiden.
Sonnenstich und Hitzschlag

Sonnenstich und Hitzschlag lassen sich mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen vermeiden

Temperaturen wie in Griechenland haben Deutschland fest im Griff. Wer im Kühlen Altbau lebt und im klimatisierten Büro arbeitet, findet das sicher toll. Andere stöhnen unter der Hitze, und tatsächlich sind Temperaturen von 30 Grad Celcius und mehr eine große Belastung für den Körper. Schlimmstenfalls kann es zu einem Sonnenstich oder Hitzschlag kommen. Beides kann lebensgefährlich sein.

Ein Sonnenstich beginnt mit Kopfschmerzen

Ein Sonnenstich entsteht, wenn Kopf und Nacken zu lange direkter Sonne ausgesetzt sind. Dabei staut sich die Hitze im Kopf und führt zu einer Reizung der Hirnhäute. Diese können sich dann entzünden und eine Gehirnschwellung verursachen. Mögliche Symptome eines Sonnenstichs sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder ein steifer Nacken. Auch der Kopf kann rot und heiß werden, während der Körper kühl bleibt. In diesem Fall sollten Betroffene schnell aus der Sonne gehen, den Kopf kühlen und viel Trinken. Im Zweifel den Notarzt holen.

 

Hitzschlag kann lebensgefährlich sein

Bei einem Hitzeschlag ist dagegen nicht nur der Kopf betroffen. Der gesamte Körper überhitzt so stark, dass die Schweißproduktion ausfällt und es zu hohem Fieber von 40 Grad oder mehr kommt.. Meist ist eine körperliche Überanstrengung wie Joggen bei hohen Temperaturen dafür verantwortlich. Weitere Anzeichen für einen Hitzschlag sind beispielsweise Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit oder Krämpfe. „Anwesende sollten Betroffene sofort in den Schatten oder in kühle Innenräume bringen und einen Notarzt verständigen, denn ein Hitzschlag kann lebensgefährlich sein. Bis der Notarzt eintrifft, gilt es, den Körper zu kühlen sowie Atmung und Bewusstsein zu kontrollieren“, rät Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Reuter von DKV Krankenversicherung.

Besonders ältere Menschen und Kinder sind jetzt gefährdet, weil sie Hitzestau und Flüssigkeitsmangel häufig nicht rechtzeitig bemerken. Außerdem kann durch Erkrankung oder Medikamente die Fähigkeit des Körpers zum Schwitzen herabgesetzt sein, womit ein wichtiges Regulativ für die Körpertemperatur fehlt.

Bei Senioren kommt hinzu, dass sie oft kein Durstgefühl haben und ohnehin zu wenig trinken. Bei Hitze ist aber Trinken das A & O. „Trinken Sie reichlich alkoholfreie Getränke wie Wasser oder Fruchtsaft – auch ohne Durst“, weiß Roland Suchenwirth, Umweltmediziner am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Weitere Tipps gegen die Hitze

  • Sport und andere Tätigkeiten im Freien sollten auf die Morgen- und Abendstunden beschränkt werden
  • Abkühlung durch eine kühle Dusche, ein kühles Bad oder Fußbad. Schon die Handgelenke unter fließend kaltes Wasser halten, kann helfen
  • Draußen möglichst im Schatten aufhalten und leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (Baumwolle), sowie einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille tragen
  • Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen nie in einem geparkten Fahrzeug zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit!
  • Schwieriger ist es, Wohnungen kühl zu halten. Am besten geht das mit geschlossen Rollläden oder Außenjalousien, da die Wärme so gar nicht erst in den Raum gelangt. Sind die nicht vorhanden, kann die Sonne mit zugezogenen Vorhänge oder Rollos ferngehalten werden. Auch ein Ventilator ist im Sommer hilfreich.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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