. Hautkrebs-Risiko

Solarium-Verbot für Minderjährige gilt weiter

Kinder und Jugendliche dürfen auch weiterhin nicht ins Solarium- das Hautkrebsrisiko ist zu gross. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat jetzt die Klage einer Minderjährigen abgewiesen.
Kinder und Jugendliche dürfen auch weiterhin nicht ins Solarium

Manwalk/pixelio

Seit August 2009 verbietet ein Gesetz Kindern und Jugendlichen unter 18 die Nutzung von Solarien. Kurz zuvor hatte die Internationale Krebsforschungsagentur International Agency for Research on Cancer (IARC) Solarien in die höchste Kategorie für krebsauslösende Faktoren eingestuft.

Solariumsbesuche für Minderjährige verboten

Weil sie in dem Verbot ihre allgemeine Handlungsfreiheit verletzt sah, zog eine 17-Jährige mit ihren Eltern vor das Verfassungsgericht in Karlsruhe. Die Eltern führten an, das Verbot sei ein unverhältnismässiger Eingriff in ihre Erziehungsfreiheit. Damit kamen sie beim Bundesverfassungsgericht aber nicht durch.

"Die Regelung verfolgt das legitime Ziel, Minderjährige vor UV-Strahlung zu schützen", teilte das höchste deutsche Gericht mit. Gerade im Jugendalter könne UV-Strahlung Schäden an den Hautzellen verursachen. "Im Hinblick auf dieses wichtige Gemeinschaftsanliegen ist das Nutzungsverbot verhältnismässig", so die Richter. 

 

Hautkrebs durch Solarien

Dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs gibt, ist inzwischen nachgewiesen. Die Berliner Krebsgesellschaft rät deshalb auch Erwachsenen, auf den Besuch im Sonnenstudio gänzlich zu verzichten.

Weitere Infos:
Auch bei Vitamin-D-Mangel nicht ins Solarium

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Hautkrebs , Schwarzer Hautkrebs , Dermatologie , Kinder
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sonnenschutz

| Die Sonne wird auch bei uns in Mitteleuropa aggressiver. Deshalb ist es wichtig, Sonnenschutzmittel richtig und großzügig einzusetzen – und einzusehen, dass sie kein Freibrief für grenzenloses Sonnenbaden sind. Vor allem mittags kann Schatten die beste Lösung sein.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Kopflausbefall ist europaweit die häufigste Parasiten-Erkrankung im Kindesalter. Fälschlicherweise wird der Befall oft auf mangelnde Hygiene zurückgeführt. Betroffene schämen sich und schweigen. Dabei ist es wichtig, über das Tabuthema offen zu sprechen und die Parasiten so schnell es geht zu behandeln. Sonst können sie weitere Familienmitglieder, Mitschüler oder Freunde befallen.
 
 
. Interviews
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.
Noch müssen Ärzte in Deutschland keine Triagierung von COVID-19-Patienten vornehmen. Doch was wenn, die Intensivkapazitäten auch hier zu Lande nicht reichen? Gesundheitsstadt Berlin hat über das bedrückende Thema mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen gesprochen. Die Charité-Medizinerin befasst sich als Mitglied des Deutschen Ethikrats und einer soeben eingerichteten Task Force des Berliner Senats intensiv mit dem Worst-Case-Szenario „Triagierung“.